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Maßgeschneiderte Kniegelenksprothese speziell für Sportler und junge Menschen

Winterberg – Kein Mensch gleicht dem anderen – das gilt auch für seine Kniegelenke. Wird eine Kniegelenksprothese notwendig, werden individuelle Unterschiede wie etwa Alter, Konstitution, mögliche Begleiterkrankungen sowie die Lebenssituation des Patienten abgewogen. Auch Art und Schwere der Kniegelenkserkrankung spielen eine wichtige Rolle. Besonders bei jüngeren Patienten und Sportlern kommt im St. Franziskus-Hospital jetzt eine neue Art der Implantate mit deutlich verbesserter Beweglichkeit zum Einsatz. „Die Patienten haben innerhalb weniger Tage schon eine Beweglichkeit von 120° Beugung. Sonst waren manchmal 90° Beugung bis zur Entlassung nur mühsam zu erreichen“, berichtet Dr. Christoph Konermann, Chefarzt Chirurgie und Ärztlicher Direktor am St. Franziskus-Hospital. Die speziellen Prothesen können konventionell implantiert oder mittels MyKnee navigiert werden, bei der das Kniegelenk nach einer CT-Planung navigiert und mit geringerem Trauma eingesetzt werden kann.

Das Operationsverfahren My Knee bietet Patienten viele Vorteile. „Ein wesentlicher Vorteil der individuell angepassten Operationstechnik ist, dass das künstliche Gelenk und der Knochen des Patienten bereits vor Beginn der Operation nahezu perfekt zueinander passen“, erläutert Dr. Konermann. So muss beim Implantieren weit weniger Knochenmaterial abtragen werden. Zudem verheilt das Knie schneller, weil der Markraum der Knochen mit der MyKnee Technik nicht eröffnet werden muss. Da ein aufwändiger Anpassungsprozess von natürlichem Knie und künstlichem Gelenk nicht notwendig ist, verringert sich außerdem die Operationszeit. Mediziner sprechen von einem geringeren Trauma für das Knie. Das bedeutet in der Regel für den Patienten, dass er nach der Operation weniger Schmerzen hat und sich schneller erholt – anders als nach dem Einsetzen herkömmlicher Prothesen. Unter normalen Umständen kann der Patient sein neues, individuell hergestelltes Knie bereits unmittelbar nach der Operation wieder nahezu voll belasten.

Dr. Christoph Konermann, Chefarzt der Chirurgie - Foto: Schmidt Fotografie
Dr. Christoph Konermann, Chefarzt der Chirurgie – Foto: Schmidt Fotografie

Bei konventionellen Prothesen beklagen sich Patienten nach der Operation häufig über ein Fremdkörpergefühl im Knie. Anders bei individuell angepassten Implantaten: Da nicht nur die äußere Form der Prothese sondern auch deren Sitz und Ausrichtung vom Computer für den Patienten individuell berechnet wurden, sitzt das neue Gelenk meist vollkommen natürlich. Und so fühlt es sich auch an. Das schätzen junge und sehr aktive Patienten, die trotz künstlichem Kniegelenk weiter Sport treiben wollen.

„Bestehende Fehlstellungen können mit der MyKnee-Methode wesentlich genauer korrigiert werden, besonders bei starken Fehlstellungen und nach vorausgegangenen Operationen“, so Dr. Konermann. Das bedeutet, dass die Patienten ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit und somit Lebensqualität erlangen.

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