Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH

Meschede – Eine klare Gestaltung, mehr Funktionalität und ebenso Anklänge an die Mescheder Stadtgeschichte: Mit dem Rahmenplan Fußgängerzone liegt nun ein Konzept vor, das zukünftig als Leitlinie für die Gestaltung der Fußgängerzone dient. In Zusammenarbeit haben so der Arbeitskreis Ruhrstraße und die Stadtverwaltung einen „gemeinsamen Nenner“ für das weitere Vorgehen gefunden, um die Ruhrstraße moderner und attraktiver zu machen.

Klar ist dabei: Es handelt sich um einen Rahmenplan – die Aufgabe eines konkreten Entwurfes, der alle Detailfragen regelt, kann und soll diese Konzeption jedoch nicht erfüllen, betont Stephan Rach vom städtischen Planungsamt: „Es geht in erster Linie um eine räumliche Idee, an der sich nachfolgende Planungsschritte ausrichten sollen.“ Auf diese Weise wird sichergestellt, dass stets eine abgestimmte Gesamtkonzeption zu Grunde liegt, wenn Umgestaltungsmaßnahmen schrittweise umgesetzt werden.

Die Planung wurde durch das Büro wbp aus Bochum erarbeitet, das schon an den Außenanlagen der „Schule unter dem Regenbogen“ sowie an der Aussichtsplattform der Himmelstreppe am Hennesee beteiligt war. Schlussendlich haben sich der Arbeitskreis Ruhrstraße und die Stadtverwaltung gegen eine lineare Ausgestaltung der Fußgängerzone und für eine Hervorhebung des Kaiser-Otto-Platzes als „historisches Achsenkreuz“ entschieden. „Es war uns ein Anliegen, den Kaiser-Otto-Platz als geschichtliches Zentrum von Meschede wieder stärker in den Vordergrund zu stellen“, erläutert Bürgermeister Christoph Weber die Beweggründe.

Für den Verlauf der Ruhrstraße ist eine symmetrische Gliederung vorgesehen. Sie unterteilt den Straßenquerschnitt in eine zentrale Bewegungszone und seitliche Aufenthaltszonen. Die Bewegungszone bietet in erster Linie Raum für Passanten, die die Fußgängerzone durchqueren wollen. Die Aufenthaltszonen sind dem langsamen Bummeln und Verweilen sowie der Außengastronomie vorbehalten.

Auch weiterhin soll die Fußgängerzone Bestandteil des Sauerland-Radrings bleiben. Das eigens erstellte Kurzgutachten eines externen Ingenieurbüros belegt, dass es aufgrund der Straßenbreite und der gemessenen Passantenzahlen möglich ist, den Radverkehr auch weiter in der Fußgängerzone zu führen. Ebenso können die Geschäfte weiterhin zu den üblichen Uhrzeiten aus der Fußgängerzone beliefert werden. Dem mehrfach geäußerten Wunsch, zusätzliche Kurzzeit-Parkplätze einzurichten, konnte ebenfalls Rechnung getragen werden: Entsprechende Stellplätze sind insbesondere an den Eingängen zur Fußgängerzone – wie zum Beispiel dem Von-Stephan-Platz – berücksichtigt.

„Von der Planung versprechen wir uns natürlich auch einen zusätzlichen Impuls, was die Abstimmung mit den Eigentümern hinsichtlich der Finanzierung angeht“, macht Bürgermeister Weber seine Hoffnungen klar. Denn um eine Neugestaltung der Fußgängerzone noch im Jahr 2018 realisieren zu können, müsste diese Frage bis spätestens zum September geklärt sein.

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