Als eines von drei Startprojekten beginnt der Aufbau eines kommunenübergreifenden Gesundheits- und Pflegenetzwerks in den Kommunen Winterberg, Medebach und Hallenberg – Auftaktworkshop ermittelt Schwerpunkthemen

Hochsauerlandkreis – Durch den demografischen Wandel steigt der Bedarf an gesundheitlichen und pflegerischen Leistungen, gleichzeitig sinkt die Zahl der Menschen, die potenziell als Arbeitskräfte und Angehörige in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung tätig sein können.

So braucht es innovative Lösungsansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Das im Januar 2016 gestartete, zweijährige Projekt zielt auf den modellhaften Aufbau eines interkommunalen Gesundheits- und Pflegenetzwerks in den Kommunen Winterberg, Medebach und Hallenberg ab, um die gesundheitliche und pflegerische Versorgung in der Region zu verbessern und mittel- und langfristig zu sichern.

Es ist eines von drei Startprojekten, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Modellprojekts „Land(auf)Schwung“ durchgeführt werden.

Von links: Thomas Grosche (Bürgermeister Medebach), Christian Jostes (Geschäftsführer St. Franziskus-Hospital), Dr. Vera Gerling (Netzwerkmanagerin Landaufschwung), Michael Kronauge (Bürgermeister ) und Werner Eickler (Bürgermeister Winterberg) - Foto: St. Franziskus-Hospital gGmbH

Von links: Thomas Grosche (Bürgermeister Medebach), Christian Jostes (Geschäftsführer St. Franziskus-Hospital), Dr. Vera Gerling (Netzwerkmanagerin Landaufschwung), Michael Kronauge (Bürgermeister ) und Werner Eickler (Bürgermeister Winterberg) – Foto: St. Franziskus-Hospital gGmbH

„Das neue Modellvorhaben ‚Land(auf)Schwung’ ist ein Baustein des Bundesprogramms ‚Ländliche Entwicklung’ und eine Maßnahme für strukturschwache ländliche Regionen. Es richtet sich an unternehmerische Menschen vor Ort, die selbst über innovative Ideen und deren Umsetzung in der Region auf der Grundlage eines Regionalbudgets entscheiden“, erläutert Werner Eickler, Bürgermeister der Stadt Winterberg, das Projekt.

Als erster Schritt wird im März ein Workshop mit interessierten Akteuren aus den Bereichen kommunale Verwaltung, Gesundheit, Pflege und Zivilgesellschaft durchgeführt. Damit soll eruiert werden, welche Themen für die Region von besonderer Bedeutung sind. Mögliche Themen könnten z.B. die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung, Verbesserungen im Bereich der Versorgung von dementiell erkrankten Menschen und ihren Angehörigen, neue Mobilitätskonzepte oder die Sicherstellung der Nahversorgung sein.

Im Juni erfolgt eine Auftaktveranstaltung, um die Themen ausführlicher zu diskutieren und allen interessierten Akteuren die Möglichkeit zu geben, sich aktiv in die Problemanalyse und die Erarbeitung von Lösungsansätzen einzubringen. Dieses soll in Form verschiedener kommunenübergreifender Runder Tische erfolgen, die bis Mitte 2017 regelmäßig tagen sollen. Bis Ende 2017 wird ein kommunenübergreifender Wegweiser der gesundheitlichen und pflegerischen erarbeitet und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

Die Federführung des Projekts liegt bei der St. Franziskus-Hospital gGmbH, die Beteiligung der Kommunen und einschlägigen Akteure ist allerdings von zentraler Bedeutung. Für die Begleitung des Projektes konnte mit Dr. Vera Gerling eine erfahrene und unabhängige Netzwerkmanagerin gewonnen werden.

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