Startschuss für die Erfassung von Altstandorten in den Gemeinden Drolshagen, Finnentrop, Kirchhundem und Wenden

Kreis Olpe – Am 2. Mai übergab Rüdiger Evers, Fachdezernent für Abfallwirtschaft bei der Bezirksregierung Arnsberg, einen Förderbescheid über Landesmittel in Höhe von 56.000 Euro an den Olper Kreisdirektor Theo Melcher. Damit ist der Kreis Olpe der erste Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg, der die neue Fördermöglichkeit des Landes zur Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten in Anspruch nimmt. Weitere Kommunen in Südwestfalen bekunden derzeit ihr Interesse an der neuen Fördermöglichkeit. Neben der schon seit langen Jahren bestehenden Möglichkeit, Fördermittel für die Gefahrenermittlung und die Sanierung von Altlasten zu erhalten, stellt das Land den Kommunen seit neuestem auch Landesmittel für die Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten zur Verfügung.

Rüdiger Evers, Fachdezernent Abfallwirtschaft bei der Bezirksregierung Arnsberg (links), Kreisdirektor Theodor Melcher, Kreis Olpe, (rechts). Quelle: Bezirksregierung Arnsberg

Rüdiger Evers, Fachdezernent Abfallwirtschaft bei der Bezirksregierung Arnsberg (links), Kreisdirektor Theodor Melcher, Kreis Olpe, (rechts). Quelle: Bezirksregierung Arnsberg

Die Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten wurde vom Land neu in die Förderrichtlinie zur Altlastensanierung aufgenommen, um die Kreise und kreisfreien Städte bei der Führung eines Katasters über altlastenverdächtige Flächen und Altlasten entsprechend der Vorgaben des Landesbodenschutzgesetzes zu unterstützen.

Ziel des Landes Nordrhein-Westfalen ist dabei auch, die Landesdatenbank “Fachinformationssystem Altlasten und schädliche Bodenveränderungen (FIS AlBo)” zu vervollständigen.

Der Kreis Olpe nimmt die Aufgabe der Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten schon seit langem wahr und hat bisher in den Gemeinden Drolshagen, Finnentrop, Kirchhundem und Wenden ca. 1300 Altstandorte ermittelt. Die durch die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises ermittelten Erkenntnisse zu diesen Altstandorten sind jedoch sehr unterschiedlich und sollen mit Hilfe dieser Förderung vertieft und in ein einheitliches Datenformat gebracht werden. Durch eine systematische Erhebung sollen bisher nicht entdeckte Altstandorte ermittelt werden. Die systematische Erhebung von Altstandorten wird eine ausreichende Datenbasis darstellen, die z.B. bei der Aufstellung von Bebauungsplänen oder in Baugenehmigungsverfahren Berücksichtigung finden kann.

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