Attendorn – „Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an“, sang zumindest Udo Jürgens. Dass das jedoch auch wesentlich früher geht, beweist in diesem Jahr wohl die Reservistenkameradschaft Attendorn, die auf ihren Gründungstag vor 55 Jahren mit großem Stolz zurückblickt.

Reservistenkameradschaft Attendorn –  Ein Verein im besten Alter

Der Grundstein für die RK wurde im Jahre 1962 gelegt, indem sich eine „Hand voll“ Reservisten direkt nach Ableistung ihres Wehrdienstes in einer Attendorner Gaststätte trafen und beschlossen, eine Kameradschaft in ihrer Heimatstadt Attendorn zu gründen. Noch heute sind einige Gründungsmitglieder aktiv, so auch Stabsfeldwebel der Reserve Karl-Heinz Soyka, der über viele Jahre als Vorsitzender die Geschicke der Gemeinschaft leitete und diese auch in den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw) überführte.

Viele Jahre lang lag der Schwerpunkt der Tätigkeit auf der freiwilligen, beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit und umfasste die militärische Aus- und Weiterbildung, gleichermaßen wie Schießen, Märsche und Durchschlageübungen.

Doch spätestens mit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahre 2011 verlagerte sich der Fokus massiv und man richtete das Programm auch weitgehend an den außerordentlichen und fördernden Mitgliedern neu aus.

Diese Neuausrichtung begleitet aktuell Hauptfeldwebel der Reserve Christian Lütticke, der seit Beginn dieses Jahres der RK vorsteht, aktiv mit. „Auch Nichtmitglieder sind sehr herzlich zu unseren Aktivitäten eingeladen“, betont er, denn „durch die Aussetzung der Wehrpflicht haben wir derzeit leider sinkende oder zumindest stagnierende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.“ Daher hat man sich, im Einklang mit dem bestehenden Förderverein, dazu entschieden, einen Großteil des Jahresprogramms für die Allgemeinheit auszugestalten.

Ein kleiner Anteil der Aktivitäten richtet sich speziell an gediente Soldatinnen und Soldaten, beispielsweise Schießvorhaben des Landeskommandos, der weitaus überwiegende Teil jedoch besteht aus Besichtigungen, Vorträgen, Ausflügen und sportlichen Aktivitäten und zeugt von einem vielseitigen Vereinsleben, gleichermaßen wie von einer aktiven Kameradschaft auf Basis der Freiheitlich demokratischen Grundordnung.

In diesem Jahr nahm man unter anderem am zivil-militärischen Zweitagemarsch in der Schweiz teil, besichtigte den WDR in Köln und unterstützte als Streckenposten den TV Attendorn im Rahmen des Bigge Marathons. Für November ist eine Firmenbesichtigung bei Dr. Oetker in Bielefeld geplant. Hier kann die Firmengeschichte und die Marke Dr. Oetker von den Anfängen des Unternehmens im Jahre 1891 bis hin zur heutigen Entwicklung neuer Produkte miterlebt werden.

Für diese Fahrt sind im Übrigen noch Plätze frei, alle Interessierten sind herzlich zur Mitfahrt im Reisebus eingeladen. Weitere Informationen hierzu, aber auch zur Reservistenkameradschaft Attendorn im Allgemeinen, gibt es im Internet unter www.rk-attendorn.de, per Mail unter info@rk-attendorn.de, foev-attendorn@t-online.de oder unter der Rufnummer 0 27 61/94 38 830.

Für das nächste Jahr haben schon Planungen für zwei jeweils vier Tage andauernde Fahrten nach Dresden und Berlin begonnen. Man kann also wirklich festhalten, ein Verein im besten Alter.

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Internetexperte Sven Oliver Rüsche
Internetexperte Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos und Herausgeber der Südwestfalen-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist erreichbar unter: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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