Finnentrop – Im Rahmen des Frühstückstreffs für die Finnentroper Senioren, zu dem die Caritaskonferenz Heggen und die Fachstelle für Seniorenarbeit der Gemeinde Finnentrop eingeladen hatten, referierte Kriminalhauptkommissar Michael Klein über Zivilcourage.

Nachdem Jochen Schäfer, 1.Vorsitzender des Schützenvereins Heggen, Renate Richter von der Caritaskonferenz Heggen und Monika Wiechers von der Gemeinde die 90 Senioren herzlich begrüßten, wurde erstmal in gemütlicher Runde gefrühstückt.

Foto: Gemeinde Finnentrop

Foto: Gemeinde Finnentrop

Der zweite Teil der Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Zivilcourage.

Oft genug geschieht es am helllichten Tag und vor allen Augen. Ein Mensch wird bedrängt, bedroht oder gar tätlich angegriffen – ob mitten in der Fußgängerzone oder beim Einkaufen. Was bedeutet Zivilcourage? Moralisches Selbstverständnis oder Pflicht? Wie kann ich helfen, wenn jemand angegriffen wird? Ausführlich und anschaulich beantwortete Michael Klein diese Fragen.

Situative, als auch persönliche Faktoren beeinflussen u.a. die Entscheidung, zu helfen. Wichtig ist auf jeden Fall, Initiative zu ergreifen. In seinem Vortrag wurden Möglichkeiten couragierten Auftretens aufgezeigt. Auch wurden Sicherheitstipps gegeben, damit man sich nicht selbst in Gefahr begibt beim Helfen. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer aber auch Hinweise zum Einschreitverhalten in Grenz- und Notsituationen. Die Angst, hierbei etwas Falsches zu tun, ist sehr groß. Aber – Falsch wäre: Nichts zu tun!

Sechs Regeln für den Ernstfall gab Michael Klein den Gästen mit auf den Weg:
1. Gefahrlos handeln
2. Mithilfe fordern
3. Genau hinsehen
4. Hilfe holen – 110
5. Opfer versorgen
6. Als Zeuge bereit stehen

Zivilcourage ist gefordert – von allen Bürgerinnen und Bürgern. Zivilcourage ist keine Frage des Alters. Dass auch Senioren in Gefahrenlagen etwas für in Not geratene und in Gefahr befindliche Mitmenschen tun können, ohne sich selbst zu gefährden, wurde in dem Vortrag immer wieder verdeutlicht. Nicht wegsehen, sondern hinsehen – das war die Botschaft, die Michael Klein den Seniorinnen und Senioren vermittelte.

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