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Trauercafe der Caritas

Altenhundem. (nivo) Die Atmosphäre ist gemütlich und beruhigend. Der Tisch ist gedeckt und ein angenehmer Duft von aromatisiertem Tee erhüllt den ganzen Raum. Auf den ersten Blick denkt man gar nicht an ein Trauercafé. Das ist auch der Sinn der Sache. „Wir möchten, dass sich unsere Gäste wohl fühlen, fallen lassen und ihre Sorgen und Nöte teilen können„, erklärt Rita Schauerte vom Sozialen Dienst des Caritas Zentrums Lennestadt und Kirchhundem. Das Trauercafé ist ein zusätzliches Angebot des Caritas Hospizdienst „Camino„ und öffnet monatlich am ersten Donnerstag von 18 bis 20 Uhr seine Pforten in den Räumlichkeiten der Caritas in der Uferstraße 2 in Altenhundem (gegenüber dem Krankenhaus).

Foto: Rita Schauerte, Brigitte Limper, Martin Brüggemann und Marianne Prevorcic (von rechts) bieten mit dem monatlichen Trauercafè ein Angebot für Trauernde.

 
Einmal im Monat können Menschen miteinander ins Gespräch kommen, die mit dem Verlust eines lieben Menschen leben müssen. Das Trauercafé ist ein Angebot für alle Trauernden – unabhängig von Ihrer Konfession und Nationalität. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, mit Informationen vertrauensvoll umzugehen. Oft ist es so, dass die Gesprächsbereitschaft bei Freunden, Nachbarn und in der eigenen Familie begrenzt ist, immer wieder über den Verlust und die Verstorbenen zu reden. Gerade das ist aber für die Trauernden wichtig. Der erlittene Verlust muss betrauert werden können. Unterdrückte Trauer kann krank machen. Jeder Mensch trauert individuell. Dieses „Durchleben“ der Trauer braucht Raum und Zeit. Im Trauercafé darf und sollte jeder so sein, wie er sich gerade fühlt. Seine Trauer aussprechen und nach Belieben auch Schweigen. Es besteht die Möglichkeit der Einsamkeit zu entfliehen, Gleichgesinnte kennen zu lernen und vielleicht auch einen guten Gedanken für den nächsten Tag und die nächste Woche mit nach Hause zu nehmen. „Schwellenangst„ bracht keiner beim ersten Besuch zu haben. Im Trauercafé ist es kein Problem eine Begleitung mitzubringen. Das Trauercafé möchte eben alle Menschen in ihrer Trauer begleiten und einen geschützten Rahmen für einen Austausch mit anderen Hinterbliebenen anbieten. Dabei sind auch Einzelgespräche möglich. Rita Schauerte, die in diesem Jahr ihre Weiterbildung zur Palliativfachkraft für psychosoziale Berufsgruppen erfolgreich absolvierte, wird im Trauercafé von drei Ehrenamtlichen unterstützt. Marianne Prevorcic ist ausgebildete Trauerbegleiterin und auch Ansprechpartnerin für Einzelbegleitungen von Angehörigen und/oder nahe stehenden Personen von verstorbenen Camino-Patienten. Brigitte Limper und Martin Brüggemann absolvieren momentan eine Weiterbildung zum Trauerbegleiter.

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