„Langwierige und wichtige Aufgabe“

Soest – Die Resonanz reichte weit über die Kreisgrenzen hinaus. Insgesamt rund 200 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Kommunen, Wohlfahrtverbänden, Migrantenorganisationen, Vereinen, Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe und Politik nahmen am Montag, 23. November 2015, an der vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Soest (KI) in der Stadthalle Soest organisierten Fachtagung zum Thema „Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche“ teil.

Die Fachtagung ist eines der verschiedenen Unterstützungsangebote des Integrationszentrums bei der Bewältigung der aus den steigenden Flüchtlingszahlen resultierenden Herausforderungen. Dass es dabei nicht nur um die bloße schulische Aufnahme geht, machte Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus in ihrer Begrüßung deutlich: „Schulträger, Schulleitung und Lehrkräfte stoßen alltäglich auf Fragen der Alphabetisierung, der Sprachförderung und der Bewältigung von Traumata. Sie haben darüber hinaus immer häufiger mit jungen Menschen zu tun, die ohne Eltern zu uns kommen. Die Unterstützung, Begleitung und Förderung dieser jungen Menschen ist eine langwierige und gleichzeitig eine enorm wichtige Aufgabe. Der Erfolg der Bewältigung dieser Aufgabe ist entscheidend nicht nur für die Zukunft dieser jungen Menschen, sondern für die Zukunft von uns allen.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auch begrüßt von Susanne Blasberg-Bense, Leiterin der Abteilung Schule der Bezirksregierung Arnsberg. Sie betonte, dass die Beschulung und die schulische Integration der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen nur in einer Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren bewältigt werden könne.

Im Rahmen der Fachtagung gaben mehrere Referenten in unterschiedlichen Fachforen wichtige Impulse zu verschiedenen Themen wie Deutsch als Zweitsprache, Traumata, konzeptionelle schulische Arbeit zur Förderung der Seiteneinsteiger in den Schulen oder Ehrenamtsarbeit in der Flüchtlingshilfe. Die Beteiligten hatten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und erhielten einen Überblick über einige Best-Practice-Beispiele. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den ganzen Tag über die aktuelle Fachliteratur an den Infotischen mehrerer Verlage, des Medienzentrums und des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Soest informieren. Die Fachtagung endete mit einem „Gallery Walk“, bei dem die Anwesenden die Möglichkeit hatten, in direktem Austausch mit den Referenten Informationen über alle Fachforen zu erhalten.

Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Insgesamt rund 200 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Kommunen, Wohlfahrtverbänden, Migrantenorganisationen, Vereinen, Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe und Politik nahmen an der vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Soest (KI) in der Stadthalle Soest organisierten Fachtagung zum Thema „Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche“ teil. Das Foto zeigt von links: Galina Nedelcheva (KI Kreis Soest), Susanne Blasberg-Bense ((Leiterin Abteilung Schule, Bezirksregierung Arnsberg), Maria Schulte-Kellinghaus (Dezernentin Kreis Soest), Dieter Hesse (Abteilungsleiter Schulangelegenheiten Kreis Soest).

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