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Kreis Soest: Gehölze ab 1. März nicht mehr kappen

Nur schonende Form- und Pflegeschnitte bis 30. September erlaubt – Nistzeiten maßgebend

Kreis Soest – Gartenfreunde, die mit dem Winterschnitt an ihren Hecken noch nicht fertig sind, sollten sich damit in den letzten Februartagen beeilen. Denn vom 1. März bis 30. September gilt nach dem Bundesnaturschutzgesetz ein allgemeines Verbot für diese Maßnahmen. In diesem Zeitraum dürfen Hecken und Gebüsche sowie Bäume nicht abgeschnitten werden. Darauf weist das Sachgebiet Natur- und Landschaftsschutz der Abteilung Umwelt des Kreises Soest hin.

Schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses sind aber erlaubt. Bei einer Ligusterhecke darf zum Beispiel im Sommer der diesjährige Zuwachs wieder zurückgeschnitten werden. Das Baumfällverbot gilt nicht für Bäume, die im Wald oder im Garten stehen. Auch notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen werden natürlich nicht eingeschränkt.

Solche Gehölz- und Heckenschnitte dürfen nach dem 1. März mit Rücksicht auf brütende Vögel nicht mehr vorgenommen werden. Darauf weist das Sachgebiet Natur- und Landschaftsschutz der Abteilung Umwelt des Kreises Soest hin (Foto: Achim Grebe/Kreis Soest).
Solche Gehölz- und Heckenschnitte dürfen nach dem 1. März mit Rücksicht auf brütende Vögel nicht mehr vorgenommen werden. Darauf weist das Sachgebiet Natur- und Landschaftsschutz der Abteilung Umwelt des Kreises Soest hin (Foto: Achim Grebe/Kreis Soest).

„Der gesetzliche Verbotszeitraum orientiert sich an den Nistzeiten unserer Vogelwelt. Bereits im zeitigen Frühjahr beginnen einige Vogelarten wieder Anfang März mit ihrem Brutgeschäft“, erläutert Marianne Rennebaum, Chefin der Unteren Landschaftsbehörde. „Viele Vogelarten sind heute im Siedlungsbereich sogar häufiger anzutreffen als in der freien Landschaft. Wir appellieren deshalb an die Mitverantwortung jeden Bürgers, bei allen Maßnahmen möglichst viel Rücksicht auf unsere heimische Tierwelt zu nehmen. Größere Hecken sollten deshalb nicht auf einmal vollständig auf den Stock gesetzt werden, damit immer noch gewisse Nistmöglichkeiten erhalten bleiben. Gehölze mit brütenden Vögeln dürfen natürlich auch nicht angetastet werden.“

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