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Lippstadt: Feuerwehr und THW stellen bei Übung hohen Leistungsstand unter Beweis

Lippstadt – Sichtlich aufgeregt stürmt ein völlig geschockter Mitarbeiter der Firma auf den Einsatzleiter der Feuerwehr, Bert Schulz zu. „Da sind noch meine Kollegen im Gebäude, das Dach ist eingestürzt und es brennt“. Szenen einer Übung die jetzt in der Karosseriewerkstatt an der Wiedenbrücker Str. insgesamt 55 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischen Hilfswerk in Atem hielt.

Nach einer Explosion, so das Übungsdrehbuch ist es zu einem Feuer im Gebäude gekommen, Treppen wurden zerstört und ein Teil des Daches ist eingestürzt. Gleich sechs Mitarbeiter gelten als vermisst. Brandinspektor Schulz lässt sofort das THW alarmieren und vier Abschnitte für Menschenrettung, Brandbekämpfung, technische Hilfe und medizinische Rettung bilden. Mit Atemschutz und einer Wärmebildkamera ausgestattete Wehrmänner dringen über Steckleiter in das völlig durch eine Nebelmaschine verqualmte Gebäude ein um die Vermissten zu suchen und im Anschluss über Leitern zu retten. Zeitgleich wird zur Brandbekämpfung eine umfangreiche Wasserversorgung aufgebaut.

 Mit Hilfe eines sogenannten Leiterhebels wird ein Mitarbeiter patientenorientiert vom Dach der Werkstatt gerettet. Foto: Dieter Dreier (Feuerwehr Lippstadt)
Mit Hilfe eines sogenannten Leiterhebels wird ein Mitarbeiter patientenorientiert vom Dach der Werkstatt gerettet. Foto: Dieter Dreier (Feuerwehr Lippstadt)

Ein Mitarbeiter der Firma, der durch die Explosion unter einem Container eingeklemmt wurde, musste mit Hilfe von Hebegeräten durch die Besatzung des Rüstwagens befreit werden. Das THW, das unter Führung von Zugführer Patrick Brüggemann mit 18 Aktiven im Einsatz ist, errichtete eine umfangreiche Ausleuchtung mit Hilfe des Lichtmastanhängers, Power Moon und zahlreichen Strahlern und baute eine Stromversorgung mit dem 100 KvA Aggregat auf.

Einer der Vermissten wird unter dem „eingestürzten Dach“ der Werkstatt in einer Grube vermutet. Während THW- und Feuerwehrkameraden mit Hilfe von Plasmaschneider, Flex und Säbelsäge an der Rettung arbeiten und sich durch einen Schrottberg, der das eingestürzte Dach darstellt, zu dem Verschütteten vorarbeiten, sichern weitere Wehrmänner unter Atemschutz mit Schaumrohr und Pulverlöscher die Rettungsarbeiten.

Nach einer umfangreichen Suchaktion wurde dann die letzte vermisste Person schwerverletzt auf dem Dach gefunden. Spezialisten der Feuerwehr mit der Ausbildung „Absturzsicherung“ sowie Kräfte der Höhenrettung errichteten zunächst ein umfangreiches Sicherungssystem für die auf dem Dach arbeitenden Retter. In einem weiteren Schritt konnte dann die Person mit einem gewaltigen Personaleinsatz, insgesamt 20 Rettungskräfte der Feuerwehr waren daran beteiligt, mit Hilfe eines Leiterhebels patientenorientiert vom Dach gerettet werden.

Am Ende dann zufriedene Gesichter bei den Helfern und der Führung. In einem kurzen Dank an die eingesetzten Kräfte von Feuerwehr und THW lobte Bert Schulz die gute Zusammenarbeit der Teilnehmer. Alle Übungsziele, wie die Zusammenarbeit mit dem THW und der Wehr, die vorgesehenen Rettungs- und Löscharbeiten, die Abschnittsbildung mit Funkkanaltrennung, die Maßnahmen der technischen Hilfe und auch die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften seien erfolgreich abgearbeitet worden.

Zugführer Roland Kempkensteffen dankte im Namen aller Beteiligten dem Eigentümer Antonio Cortinas für die Bereitstellung des Geländes und der großartigen Unterstützung bei der Vorbereitung der Übung. Die hatten Roland Kempkensteffen, Björn Parl und Martin Nikolic (Feuerwehr Lippstadt) geplant und mit Hilfe der Jugendfeuerwehr und Antonio Cortinas in die Tat umgesetzt. Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen und zahlreichen Anhängern an der Übung beteiligt.

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.

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