Lippstadt/Lippetal – Brand im Küchen- und Essbereich im Obergeschoss in einem ehemaligen Klinikgebäude mit mehreren vermissten Personen, mit dieser Lage wurden jetzt die Löschgruppen aus Eickelborn (Feuerwehr Lippstadt) und Hovestadt (Feuerwehr Lippetal) bei einer Übung massiv gefordert.

Menschenrettung, der Aufbau einer leistungsfähigen Löschwasserversorgung und die Ausleuchtung der Einsatzstelle, wie auch die besondere Bauart des ehemaligen Klinikgebäudes hielten die Wehrmänner dabei in Atem. „Wir haben zunächst mit unseren Kräften mit der Personenrettung begonnen und dazu zwei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude geschickt um die im unmittelbaren Brandbereich befindlichen Personen zu suchen und zu retten“, so Eickelborns Löschgruppenführer Peter Niehaus.

Foto: Dieter Dreier (Feuerwehr Lippstadt)

Foto: Dieter Dreier (Feuerwehr Lippstadt)

Verstärkung kam durch die ebenfalls alarmierte Löschgruppe Hovestadt, die unter der Führung von Franz Georg Brede mit zwei Löschfahrzeugen anrückte und weitere Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Gebäude einsetzte. Das großflächige und stark verwinkelte Gebäude stellte dabei hohe Anforderungen an die fünf im Einsatz befindlichen Angriffstrupps, die vom Keller bis hin zum Dachboden jeden Meter des Gebäudes absuchen mussten. Um die Kräfte beider Löschgruppen mit den erforderlichen Geräten auszustatten und zu führen, hatte die Löschgruppe Hovestadt zudem eine zentrale Atemschutzüberwachung eingerichtet.

Beide Löschgruppen leben die interkommunale Zusammenarbeit. So wird die Drehleiter und auch das HLF 20 bei größeren Einsätzen aus dem Feuerwehrstützpunkt West zur Unterstützung nach Hovestadt gerufen, während die ELW Gruppe der Feuerwehr Lippetal bei Einsätzen in den Kliniken den Bereitstellungsraum der Feuerwehr führt. „Eigentlich war diese Übung schon lange vor dem Brand, der vor wenigen Wochen in der Klinik war, geplant, allerdings waren an diesem Tag die Hovestädter Kameraden in der Stadt Soest bei einem Bombenfund eingebunden“, so Übungsleiter Jörg Krautkrämer, der gemeinsam mit dem Hovestädter Löschgruppenführer Volker Scholz die Übung geplant und mit einigen Mimen und einer Nebelmaschine und weiterer Technik realistisch umgesetzt hatte.

Zusammen trainieren, sich Ortskunde aneignen, die Interkommunale Zusammenarbeit pflegen, das bezeichnet Jörg Krautkrämer als eigentliches Ziel der Übung, bei der insgesamt 30 Frauen und Männer mit sechs Fahrzeugen in Eickelborn den Ernstfall probten. Um im Notfall auch in Hovestadt helfen zu können, hatte zu Beginn der Interkommunalen Zusammenarbeit, am 13.03.2015, die erste gemeinsame Übung beider Gruppen dort stattgefunden. Übungsleiter Jörg Krautkrämer und Einsatzleiter Peter Niehaus zogen in einer Abschlussbesprechung ein positives Resümee der Übung und dankten den Frauen und Männern der beiden Löschgruppen für ihren Einsatz.

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