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Soest: Diabetologie am Marienkrankenhaus von Deutscher Diabetes Gesellschaft zertifiziert

Soest – 19,2 Millionen Krankenhausfälle wurden im Jahre 2015 in Deutschland gezählt. Bei über 13 Prozent hiervon wird eine Diabetesdiagnose verschlüsselt. Im Marienkrankenhaus nimmt man sich dieser Patienten in „ausgezeichneter” Art und Weise an. Das wurde jetzt von offizieller Seite bestätigt: Das Krankenhaus bekam von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erneut das Zertifikat als „Stationäre Behandlungseinrichtung für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2″ verliehen.

Chefarzt Dr. Morbach freut sich mit seinem Team über die Auszeichnung der Diabetologie am Marienkrankenhaus. Quelle: Marienkrankenhaus Soest
Chefarzt Dr. Morbach freut sich mit seinem Team über die Auszeichnung der Diabetologie am Marienkrankenhaus. Quelle: Marienkrankenhaus Soest

Es ist mehr als ein Stück Papier mit einem Stempel: Mit dieser Art der Zertifizierung bewegt sich in Soest allein das Marienkrankenhaus auf diesem hohen stationären Versorgungslevel für Menschen mit Diabetes. Die Bewertung erfolgte nach den “Qualitätskriterien Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG”.

Seit 2007 gibt es im Marienkrankenhaus Soest die Hauptabteilung Diabetologie mit derzeit 22 Betten zur vollstationären Behandlung sowie einer ermächtigten Diabetes-Fußambulanz. Jährlich werden durch das Diabetes-Team etwa 800 Patienten mit der Haupt- und über 2000 Patienten mit der Nebendiagnose Diabetes mellitus betreut, weiterhin mehr als 1000 ambulante Patienten vorwiegend mit diabetischem Fußsyndrom. „In den vergangenen Jahrzehnten hat sich für Diabetes-Patienten beim täglichen Umgang mit der chronischen Krankheit eine Menge getan”, berichtet der Chefarzt der Abteilung, Dr. Stephan Morbach. „Blutzuckermessgeräte für den Selbsttest, Methoden zur unblutigen Glukosebestimmung (Flash Glukose Monitoring und Glukosesensoren), Insulinpens- oder Insulinpumpen – das alles erleichtert das Leben mit der Stoffwechselstörung ungemein.”

Die Diabetologie im Marienkrankenhaus begleitet Patienten von der Erstmanifestation der Diabetes-Erkrankung über stationär durchgeführte Maßnahmen wie Einleitung und individuelle Anpassung von Insulintherapien, bis hin zur Behandlung komplexer Diabetesfälle. Wesentliche Bedeutung hat im stationären Bereich zudem die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms und von chronischen Wunden anderer Genese. „Unser Ziel ist es, Diabeteskomplikationen zu vermeiden, und bei deren Auftreten Selbstständigkeit, Lebensqualität und Lebensfreude der Betroffenen zu erhalten”, sagt Chefarzt Dr. Morbach. Gemeinsam mit dem Chefarzt sorgen zwei Oberärzte mit der Zusatzbezeichnung Diabetologie, eine Internistin in der Weiterbildung zur Diabetologin, fünf Diabetesberaterinnen und  -assistentinnen DDG sowie drei Wundmanager für eine optimale Versorgung der Patienten.

Die richtige Blutzuckereinstellung sei extrem wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit von Diabetespatienten, erklärt der Chefarzt. Warum? Weil es sonst zu Über- oder Unterzuckerungen (Hyper- oder Hypoglykämien) komme. Zu hohe Werte und starke Schwankungen der Werte führten langfristig zu Schäden an Nerven und Gefäßen. Die Folge können Amputation, Erblindung oder die Erfordernis einer Dialysebehandlung bei Nierenversagen sein. Die gute Nachricht: Rund 50 Prozent der Typ-2-Diabetiker könnten laut Deutsche Diabetes Hilfe allein durch eine „gesunde Lebensweise” gut behandelt werden. „Mit Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme, spezieller Schulung und Bewegung lässt sich häufig schon viel erreichen”, so der Chefarzt.

Text: Marienkrankenhaus Soest

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.

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