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9. Städtisches Sprachcamp: „Das Abenteuer des entdeckenden Lernens“

Iserlohn – 45 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Bömberg, Im Wiesengrund, der Südschule und der Burgschule erlebten während ihrer Herbstferien die Schätze der Natur und der Gemeinschaft in der Waldschule des Märkischen Kreises.

Die „Forschungsreise“ führte die Kinder in den „Zauberwald“ und auf die Wiesen oberhalb der Waldschule. Sie erkundeten das Leben im Wald und auf der Wiese, wie die Beschaffenheit von Pflanzen, Bäumen, Ästen, Gräsern und Tieren. Sie erprobten ihre Kräfte mit Bäumen, Ästen und Seilen: zum Beispiel beim Schaukeln, Klettern und Seilspringen. Ihre Balance, Ausdauer und Konzentration wurde beim täglichen Auf und Ab sowohl im Wald als auch auf der Slackline herausgefordert. Auf dem Barfußpfad erspürten sie die Beschaffenheit unterschiedlichster Materialien. Mit speziellen Kindermessern schulten die Kinder ihr Geschick im Schnitzen.

In der zweiten Woche zeigten sich die Kinder schon recht vertraut, erzählten mehr und verbesserten sich gegenseitig in der Kommunikation. Beim Blick vom Humpfert-Turm fragte Ahmet, ob man von dort aus Marokko sehen könne. Artikel, Präpositionen, Umlaute, Einzahl und Mehrzahl wurden ohne Arbeitsblätter gelernt und durch das emotionale Erleben verankert. Unzählige Erfahrungen schärften die Sinne und den Intellekt der Kinder, zum Beispiel erfuhren sie beim Herstellen von Waldparfüm aus Brombeeren, Gräsern, Nadeln und Blüten den sinnlichen Geruch der Nadeln der Douglasie. Eylül und Narin nannten sie Zitronenbaum, weil die Nadeln einen angenehmen Zitronenduft verströmen. Bei der täglichen Beobachtung der „Raupenplantage“ beobachteten die Kinder die Verpuppung der Raupen und bestimmten ihre Namen. Jaye sagte: „Ich bin der Raupenpapa.“

Foto: Stadt Iserlohn
Foto: Stadt Iserlohn

Die Kinder erhielten auf subtile Weise Mittel an die Hand, die es ihnen ermöglichten, mehr Sicherheit und Zutrauen im Umgang mit der deutschen Sprache und Schrift zu erwerben. Sie besuchten das Zahlenland, um mathematische Basics zu erfahren und waren manchmal auch mit einem Klemmbrett unterwegs.

Die Kinder fuhren täglich mit dem Bus zur Waldschule und wieder zurück. Das Sprachcamp hatte täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Jeden Mittag stärkten sich die Kinder und ihre erwachsenen Begleiter mit einem warmen Essen. Die Eltern der Kinder stammen unter anderem aus China, Russland, Georgien, Libanon, Türkei, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Italien, Rumänien und Tschechien.

Organisiert und inhaltlich begleitet wurde das Sprachcamp von Jana Marek vom Ressort Generationen und Bildung der Stadt Iserlohn. Im Team arbeiteten Jutta Finkeldei (Leiterin des Camps, Heilpädagogin Südschule), Krista Krampe (Motopädin Südschule), Kathrin Jäger (Naturpädagogin), Maria Gandul (Sprachförderkraft Südschule), Alin Geitmann (Studentin Lehramt, OGS Im Wiesengrund) Sahra Fett (Schülerin) Lisa Rubner (Lehrerin Grundschule Im Wiesengrund), Selina Ludivk (Lehramtsanwärterin, Burgschule), Dario Krebs (Student) und Karolin Gorges (Studentin Lehramt).

Foto: Stadt Iserlohn
Foto: Stadt Iserlohn

Das Camp fand zum dritten Mal in Kooperation mit der Waldschule MK statt und wurde durch ihren Leiter Axel Dohmen, zertifizierter Waldpädagoge, und die Bundesfreiwillige Paula Paroth tatkräftig und umsichtig unterstützt und begleitet.

Zum Abschluss des Sprachcamps am 16. Oktober wurden die Eltern eingeladen. Es wurden Stationen vorbereitet, wo sie gemeinsam mit ihren Kindern ins Gespräch kamen. Die Fundstücke, Bastelarbeiten und Fotos werden in Waldheften dokumentiert und auf Plakaten und Ausstellungen in den Schulen ausgestellt. Dies dient den Kindern und Lehrern als Gesprächsanlass zur Vertiefung der sprachlichen Fähigkeiten.

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