IserlohnMKSüdwestfalen-Aktuell

Illegale Dachdeckerkolonnen aus Thüringen entlarvt Bußgelder in Höhe von 23.000 Euro verhängt

Iserlohn. Wie bereits berichtet, hat der Bereich Wirtschaftsdelikte der Stadt Iserlohn eine bundesweit agierende Dachdeckerfirma aus der Region Stuttgart wegen der Beauftragung von zirka dreißig selbstständigen Dachdeckerkolonnen mit Schwarzarbeit überführt und mit einem Bußgeld von 200.000 Euro sanktioniert.

Im Fachjargon werden diese Betriebe „Dachhaie“ genannt, weil sie an der Haustür fachlich minderwertige und oftmals völlig überflüssige Arbeiten anbieten, die anschließend zu überhöhten Preisen abgerechnet und die Forderungen mitunter auch skrupellos geltend gemacht werden.

Inzwischen wurden mehrere Folgeverfahren gegen die Nachunternehmer des Stuttgarter “Dachhaies” eingeleitet und rechtskräftig abgeschlossen. In der Nähe von Oberhof / Thüringen fanden mit Beschlüssen des Amtsgerichtes vier Durchsuchungen statt. Alle förderten erwartungsgemäß umfangreiche Geschäftsunterlagen zutage und führten zu ebensolchen Geständnissen der Betroffenen. Nach Auswertung der sichergestellten Beweismittel wurde in zwei Fällen ein Bußgeldbescheid über jeweils 10.000 Euro und im dritten Fall ein Bescheid über 3.000 Euro erlassen.
Im vierten und umfangreichsten dieser Ermittlungsverfahren dauert die Auswertung noch an. Dabei geht es um ein illegal erwirtschaftetes Netto-Auftragsvolumen aus dem Dachdeckerhandwerk in Höhe von rund 900.000 Euro.

Auch innerhalb der Iserlohner Stadtgrenzen können die städtischen Fahnder einen Ermittlungserfolg verzeichnen. Nach einer entsprechenden Anzeige wurde gegen den Betreiber einer illegalen “Schrauber-Werkstatt” ermittelt. Bei einer gerichtlich legitimierten Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume des Betroffenen stellte sich heraus, dass dieser seine Garage zu einem gut ausgerüsteten Kfz-Handwerksbetrieb “aufgerüstet” hatte, den er offensichtlich schon sei geraumer Zeit betrieb. Der “Schrauber” war schnell einsichtig und das Verfahren endete mit einem Bußgeld in Höhe von rund 14.000 Euro, das der Betroffene auch umgehend an die Stadtkasse überwiesen hat.
Dieser Fahndungserfolg freut nicht nur die Ermittler selber, sondern nutzt vor allem den in Iserlohn gesetzestreu arbeitenden Kraftfahrzeugtechniker-Betrieben , die von der Konjunkturkrise besonders betroffen sind. Insofern sind die Ermittlungserfolge auch ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit und für gleiche Chancen am Markt.

Bis zur Jahresmitte wurden bereits Bußgelder von insgesamt über 250.000 Euro nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz verhängt. Das zeigt, dass sich diese” Branche” im Gegensatz zur legalen Wirtschaft leider nicht auf dem Rückzug befindet.

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