Iserlohn – Zu der Informationsveranstaltung für die Eltern, deren Kinder die durch ein Feuer zerstörte Kita Markenfeld besuchen, konnten Vertreter des Jugendamtes und der Feuerwehr der Stadt Iserlohn am Montagabend zahlreiche Teilnehmer in der Aula der Kilian-Grundschule begrüßen.

Nach der Begrüßung durch Jugendamtsleiter Kai Maibaum erläuterten zunächst Feuerwehrleiter Christian Eichhorn und die Leiterin der Kita Markenfeld Nadine Heda-Rödel den Ablauf der Ereignisse am Freitag, 13. März. Von Seiten der Eltern gab es Dank für die Vorgehensweise und das Krisenmanagement der Stadt.

Christian Eichhorn lobte die besonnene Vorgehensweise des Kita-Personals in dieser Ausnahmesituation und erläuterte den umgehenden Abriss der Brandruine damit, dass von den noch vorhandenen Brandnestern weitere Gefahren ausgegangen und durch den Abriss weitere Löscharbeiten einfacher gewesen seien. Das Inventar der Einrichtung sei aufgrund der giftigen Rauchentwicklung nicht weiter verwendbar und müsse ersetzt werden.

Aufarbeitung der Ereignisse

Eingeladen zu dem Elternabend hatten die Veranstalter zudem Prof. Dr. Harald Karutz vom Notfallpädagogischen Institut in Essen, um mit den Eltern über die Geschehnisse zu sprechen und ihre Fragen zu beantworten. Prof. Dr. Karutz erläuterte mögliche Auswirkungen des Erlebten auf die Kinder. Unter anderem beschrieb er, dass psychische Reaktionen der Kinder, wie zum Beispiel Ängstlichkeit oder nächtliches Erwachen, nach einem solchen Ereignis normal seien und in der Regel nach einigen Wochen abklängen. Er unterstrich, dass die Kinder jetzt ein ausgeglichenes und beruhigendes Umfeld benötigen.

Um das Geschehene gemeinsam verarbeiten zu können, stand für den heutigen Donnerstag ein Besuch der Markenfeld-Kinder im Floriansdorf auf dem Programm. Mit ihren Erzieherinnen und Floriansdorfleiter Carsten Malkus hatten sie dort die Möglichkeit, in spielerischer Weise den Brand und den Einsatz der Feuerwehr aufzuarbeiten. Zusätzlich werden Eltern und Kindern weiterhin Möglichkeiten zur psychologischen Einzelberatung in Beratungsstellen angeboten.

Prof. Dr. Karutz zeigte sich von der gesamten Vorgehensweise beeindruckt und erklärte, dass sämtliche Hilfsmaßnahmen durchdacht und sehr zutreffend seien.

Aktuell sind alle drei Gruppen der Kita Markenfeld im Katholischen Gemeindezentrum St. Kilian in Letmathe untergebracht. Jugendamtsleiter Kai Maibaum betonte nochmals, dass dies eine vorübergehende Lösung sei und ein Umzug in entsprechende Container mit Gruppenräumen, Nebenräumen, Sanitäranlagen und Büro im Sommer dieses Jahres stattfinden soll. Die Kita Markenfeld wird auf dem gleichen Grundstück Im Markenfeld neu gebaut.

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