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Maria Theresia und die Iserlohner Tabaksdosen: Vortrag im Stadtarchiv Iserlohn

Iserlohn – Am Montag, 4. September, startet die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn in das zweite Halbjahr. Als Auftakt der neuen Reihe widmet sich Dr. Sandra Hertel, eine gebürtige Iserlohnerin, die als Historikerin in Wien arbeitet, einem in Deutschland fast vergessenen Jubiläum: In diesem Jahr jährte sich der Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia zum 300. Mal. Der Vortrag von Dr. Hertel im Stadtarchiv steht unter dem Titel: „Ein Bild von Freund und Feind: Die Iserlohner Tabaksdosen im Medienkrieg zwischen Friedrich II. und Maria Theresia“.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.

Während vor allem das protestantische Norddeutschland in diesem Jahr den 500. Jahrestag des Reformationsbeginns feiert, begeht Österreich den 300. Geburtstag Maria Theresias. Diese hat als Herrscherin aus eigenem Recht seit ihrer Thronbesteigung 1740 nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Ähnlich wie ihr erbitterter Feind Friedrich der Große in Preußen war sie eine Meisterin der medialen Inszenierung. Die Bildnisse beider Konkurrenten und ihrer wichtigsten Feldherren zieren auch zahlreiche Iserlohner Tabaksdosen. Einerseits waren sie Schmuckstücke mit Memorialcharakter, andererseits auch Propagandamedien, die wie Flugschriften und Vivat-Bänder in der Medienlandschaft der Aufklärung rasch an Bedeutung gewannen. Warum die preußischen Iserlohner ausgerechnet Bilder der Gegnerin verkauften und welches besondere Interesse Maria Theresia während des Siebenjährigen Krieges an der Grafschaft Mark hatte, soll in diesem Vortrag vorgestellt werden.

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.

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