Märkischer Kreis (pmk) – Neue Struktur, überarbeitete Inhalte und neues Design – das Bildungsbüro des Regionalen Bildungsnetzwerkes hat mit seinen Projektpartnern ein ganz neues Job Navi MK für Schülerinnen und Schüler der weitergehenden Schulen herausgegeben.

In der Arbeitsmappe sind nun die Standardelemente der Berufsorientierung eingearbeitet, die die Landesinitiative “Kein Abschluss ohne Abschluss” vorgibt. Dazu gehören auch die Potentialanalyse, Schulische Beratung und die Berufsfelderkundung sowie diverse Checklisten. Handreichungen und Formulare für die Lehrer wurden hingegen herausgenommen und sind jetzt online abrufbar. “Ob Lebenslauf, Praktikumszeugnisse oder Ergebnisprotokolle der Beratungsgespräche – in der Mappe sammeln die Schülerinnen und Schüler alles, was der Berufsfindung dient”, erklärt Renate Krack von der Hauptschule Bonifatius in Menden.

“Wer mit der Handreichung arbeitet und dem roten Faden folgt, weiß immer wo er steht und was er noch abarbeiten muss”, macht Georg Christophery von der Stadt Iserlohn deutlich. Birgit Schroeder vom Regionalen Bildungsbüro findet die Hinweise auf die regionalen Spezifika des Arbeits- und Ausbildungsmarktes besonders hilfreich. “Im Unterschied zu den bundesweiten Veröffentlichungen zur Berufsorientierung, zeigen wir genau auf, welche Ausbildungen es im Märkischen Kreis gibt und nennen auch konkrete Ansprechpartner beispielsweise bei der Bundesagentur für Arbeit und die entsprechenden Kontaktadressen und weiterführenden links.”

Die Projektpartner des Regionalen Bildungsbüros stellen das Job Navi MK vor (Foto: Erkens/Märkischer Kreis).

Die Projektpartner des Regionalen Bildungsbüros stellen das Job Navi MK vor (Foto: Erkens/Märkischer Kreis).

Neben der Grundversion bis zur Mittleren Reife gibt es speziell für Gymnasien und Gesamtschulen noch einen weiterführenden Teil zum Thema Studium und Berufswahl mit besonderem Augenmerk auf ausbildungsintegrierte oder -begleitende duale Studiengänge. “Wir wollen natürlich unseren Nachwuchs mittel- bis langfristig in der Region halten”, sagt Michael Herget vom Regionalen Bildungsbüro und wird von den Partnern des Berufsbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft, der Arbeitgeberverbände und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer bestärkt. Zum Teil bringen die Bewerber das JobNavi zu Bewerbungsgesprächen oder Beratungsgesprächen mit. Für Tomislav Majic von der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, die das Projekt mitfinanziert, ist das Handbuch ein „super Mittel für Arbeitgeber, um Praktikanten zu finden”.

“Fünfzig von siebzig weiterführenden Schulen im Märkischen Kreis arbeiten bereits mit dem Schülerhandbuch zur Berufsorientierung, davon mittlerweile auch neun Gymnasien”, weiß Michael Czech, Leiter des Regionalen Bildungsbüros. Damit steht das JobNavi kreisweit bereits rund 4000 Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Landesweit arbeiten bisher ca. zehn Prozent der Kreise und kreisfreien Städte mit einem eigenen regionalen JobNavi.

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