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Drahtwerk Lötters nimmt Blockheizkraftwerk in Betrieb

Stadtwerke Hemer unterstützen bei der Planung
Ein Beitrag für die Umwelt und mehr Chancen im Wettbewerb

Hemer – Das Drahtwerk Friedr. Lötters hat ein eigenes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Gut 120.000 Euro hat das Familienunternehmen aus Hemer investiert und will so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig die eigenen Energiekosten reduzieren. „Die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sparen nicht nur 383.000 kg CO₂ pro Jahr, sondern erhöhen gleichzeitig noch unsere Wirtschaftlichkeit“, zieht Robin Lötters eine positive Bilanz. Tatkräftige Unterstützung bei der Planung erhielt sein Unternehmen von den Stadtwerken Hemer, gefördert wurde das Projekt durch den Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), für die anschließende Installation des neuen BHKWs zeigte sich das Unternehmen Max Pfänder aus Iserlohn zuständig, das Lötters nun auch bei allen Fragen zum laufenden Betrieb beratend zur Seite steht.

Die neue Anlage ist im Grunde nichts anderes als ein großer Schiffsmotor. Dieser wird mit günstigem und CO₂-freundlichem Erdgas betrieben und erzeugt Wärme. Diese Abwärme benötigt das Unternehmen, um den hochwertigen Lötters-Draht zu bearbeiten, der als verarbeitetes Produkt in Bürsten, Miederwaren, Heften mit Spiralbindungen oder Befestigungsklammern zu finden ist. Das BHKW erzeugt so viel Wärme, dass gut 95 Prozent der benötigten Produktions-Prozesswärme über die neue Anlage abgedeckt werden kann. „Das macht sich deutlich bemerkbar“, sagt Robin Lötters. „Ein alter Heizkessel konnte dadurch bereits außer Betrieb genommen werden, ein weiterer deckt nur noch die Spitzenlasten ab.“

Robin Lötters (links, Geschäftsführer des Drahtwerks Fried. Lötters) und Dieter Gredig (Technischer Leiter der Stadtwerke Hemer) vor dem neuen BHKW der Firma Lötters (Foto: Stadtwerke Hemer).
Robin Lötters (links, Geschäftsführer des Drahtwerks Fried. Lötters) und Dieter Gredig (Technischer Leiter der Stadtwerke Hemer) vor dem neuen BHKW der Firma Lötters (Foto: Stadtwerke Hemer).

Planmäßig erzeugt ein BHKW Strom, so auch beim neuen Lötters-BHKW. Allein 9,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht das Unternehmen im Jahr für die Produktion des hochwertigen Drahts. Gut vier Prozent des Jahresverbrauchs des Drahtwerks werden künftig vom neuen Blockheizkraftwerk abgedeckt. Mit den 360.000 kWh könnten ohne Probleme gut hundert Zwei-Personenhaushalte mit Strom versorgt werden, für Lötters bringen sie neue wirtschaftliche Möglichkeiten mit sich. Denn durch den gesenkten Energieverbrauch sowie Förderzuschüsse vom Bund und dem Landesprojekt EFRE fällt für das Hemeraner Drahtwerk eine jährliche Ersparnis von 60.000 Euro an. Damit werden sich die Investitionskosten von 120.000 Euro in etwa zwei Jahren amortisiert haben. „Besser konnte es für uns nicht laufen. Wir haben ein großes Stück für den Umweltschutz geleistet und gleichzeitig eine ordentliche Kostenersparnis erzielt.“

Das A und O für die Planung eines BHKWs ist für den geschäftsführenden Gesellschafter die optimale Auslegung auf die eigenen Bedürfnisse. „Das Blockheizkraftwerk muss möglichst viele Stunden unter Volllast und ohne Zündvorgänge laufen. Denn jeder Zündvorgang bedeutet Verschleiß und lässt die Anlage altern“, erklärt Lötters. In enger Abstimmung mit den Stadtwerken Hemer fiel deshalb die Wahl auf eine Anlage mit 50 kW elektrischer Antriebsleistung und 80 kW Wärmeleistung. Diese ist mit mehr als 8.000 Stunden Laufzeit fast das ganze Jahr in Betrieb. „Die Mitarbeiter der Stadtwerke Hemer waren uns bei der Planung der Anlage sehr hilfreich“, lobt Lötters. Denn mit Dieter Gredig hatten sie einen absoluten Fachmann an ihrer Seite. Der Technische Leiter bei den Stadtwerken Hemer hat seine jahrelange Erfahrung bei der Planung mit einfließen lassen können. „Es wird häufig nur die zu substituierende Leistung eines Heizkessels als Ausgangswert genommen. Doch entscheidend ist auch das Temperaturniveau der bereit zu stellenden Wärme“, erklärt Dieter Gredig einen häufigen Planungsfehler, der bei Lötters vermieden wurde.

Auch die Anbindung an das Stromnetz der Stadtwerke Hemer sei „äußerst reibungslos und unbürokratisch“ über die Bühne gegangen, betont Robin Lötters. Kein Wunder: Schließlich ist es den Stadtwerken Hemer ein großes Anliegen, den Umweltschutz in der Region voran zu treiben. Dies geschieht sowohl im eigenen Haus als auch als Partner der Unternehmen im Versorgungsgebiet.

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