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Übergabe Diamantener Meisterbrief

Wenden – Eine besondere Ehre in Form der Verleihung des Diamantenen Meisterbriefes wurde kürzlich dem Stuckateurmeister Josef Fischer aus Römershagen zuteil. Aus diesem Anlass gratulierten dem 84-Jährigen neben seinem Sohn Hubertus Fischer, der den Betrieb mittlerweile übernommen hat, der stellvertretende Obermeister der Stuckateurinnung Westfalen-Süd, Michael Henrichs sowie der Olper Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, Matthias Rink.

Gemeinsam mit dem Jubilar Josef Fischer (3. v.l.) freuten sich Matthias Rink, Hubertus Fischer, Michael Henrichs - Foto: Kai Osthoff / Foto- und Presseservice K-MediaNews.de
Gemeinsam mit dem Jubilar Josef Fischer (3. v.l.) freuten sich Matthias Rink, Hubertus Fischer, Michael Henrichs – Foto: Kai Osthoff / Foto- und Presseservice K-MediaNews.de

Seine Ausbildung in Reichshof-Wildbergerhütte absolvierte er von 1945 bis 1947. „Unter Bedingungen, die heute kaum mehr vorstellbar sind“, so der Jubilar. So habe er noch während des Krieges mit dem Fahrrad von Römershagen aus über 30 km zu seinem Ausbildungsbetrieb, den Baustellen und der Berufsschule fahren müssen – bei Wind und Wetter. Die Meisterschule, die er von 1954 bis 1955 an den Wochenenden in Köln besuchte, erreichte er dann mit dem Motorrad. „5000 DM hat damals die Meisterschule gekostet. Das war eine Menge Geld, jedoch hat sich die Investition in den Jahren danach gelohnt“, weiß Josef Fischer, der der älteste von 12 Brüdern war. Seit 1955 war er selbständig und Mitglied der Stuckateurinnung. Bereits im zweiten Jahr seiner Selbständigkeit habe er den Auftrag erhalten, das Kreishaus in Olpe zu verputzen. Der Betrieb entwickelte sich in den Ausbaujahren nach dem Krieg sehr positiv. „Immerhin hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon fünf bis sechs Angestellte“, so Fischer. Auch viele Kirchen im Sauer- und im Siegerland hat er mit einer neuen Putzfassade versehen, so z. B. Kirchen in Sundern, Hilchenbach oder Siegen. Ein besonderer Dank ging an seine Frau Magdalene, die jahrzehntelang für die Buchhaltung, Angebote, Personal, Einkauf usw. zuständig war. „Wir haben das gemeinsam geschafft. Ohne meine Frau wäre es nicht möglich gewesen, die Firma aufzubauen und zu führen. Es war eine sehr aufregende und spannende Zeit damals. Auch wenn die Selbstständigkeit nicht immer einfach war, bereue ich keinen Tag“, freute sich Josef Fischer

Text: Kai Osthoff / Foto- und Presseservice K-MediaNews.de

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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