Märkischer Kreis/Altena (pmk). Es war ein Fest der Superlative. Rund 26 000 Besucher überschwemmten am Wochenende die Burg Altena und die Leneuferpromenade der Stadt. Drei Tage lebte Altena das Mittelalter.

Los ging es am Freitagabend [05. August 2011] mit Böllerschüssen und Freibier als Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper als Burgfräulein und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zünftig als Droste gekleidet das Fest als eröffnet erklärten. Danach setzte die Mittelalterband Schelmish mit ihrem Konzert auf der Burg Altena ein musikalisches Feuerwerk frei. Rund 1000 Gäste sahen die Show.

Am Samstag [06. August 2011] ging es nahtlos weiter. Erst gegen Abend spielte das Wetter den Veranstaltern einen kleinen Streich, so dass die erhofften Besucherzahlen für das nächtliche Ritterspiel und das Feuerspektakel ausblieben. Das wurde aber am Sonntag mehr als wett gemacht, als alle Besucherrekorde in den Schatten stellt wurden. Die Schausteller bedankten sich auf ihre Weise und verlängerten die Marktzeit um zwei Stunden bis 20 Uhr.

Mehr als 600 Akteure, Gaukler, Ritter, Musikanten, Handwerker, Händler und Krämer boten insgesamt ein furioses Spektakel. Mitten drin auch die Schaukämpfer der Altenaer Gruppe Castellani. Viele ließen sich vom Mittelalterfieber anstecken und erschienen gewandet. Dabei waren der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt. Als eine Bereicherung für das Mittelalterfest erwiesen sich die Wikinger und der orientalische Markt. Insbesondere die kleinen Mittelalterfans wagten einen schwankenden Ritt auf den Rücken der Kamele. An den vielfältig ausgesuchten Marktständen fanden Kinder wie Erwachsene alles was das Mittelalterherz begehrt – Schwerter, Bögen, edle Gewänder, Schmuck, duftende Seifen, Kerzen, Lederwaren. Aber auch für das leibliche Wohl war mit Met und Wein, Bier und Apfelschorle, Gesottenes und Gebratenem sowie frisch gebackenem Brot, Käsespezialitäten und pikanten Würsten gesorgt. Besondere Attraktionen waren aber die Ritterturniere der tschechischen Reiter.

Die Zuschauerwelle schwappte auch in die Museen des Märkischen Kreises auf der Burg Altena und ins Deutsche Drahtmuseum. Allein die Burg Altena verzeichnete mit langer Museumsnacht am Wochenende knapp 12.000 Besucher, davon nahmen rund 4.730 am Museumsrundgang teil. Die Tage der offenden Tür im Deutsche Drahtmuseum nutzten rund 600 Besucher. Die Führungen und Experimentierstationen wurden gut angenommen.

Für Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper hat sich “Altena erlebt das Mittelalter” als Gemeinschaftsveranstaltung mit der Stadt Altena bereits nach dem dritten Mal zu Marke entwickelt. “Wir haben das größte Mittelalterspektakel in ganz Südwestfalen nun vielleicht sogar schon von ganz Westfalen auf die Beine gestellt“, schwärmt sie und ist sich sicher, dass es bald ein Wiedersehen geben wird. Richtig beeindruckt ist sie von dem Engagement, das die zahlreichen ehrenamtlichen und professionellen Helferinnen und Helfer zum Teil bis tief in die Nacht gezeigt haben.

Quelle: Pressestelle Märkischer Kreis

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