Märkischer Kreis. Der Märkische Kreis hat im Jahr 2010 insgesamt 16,4 Millionen Euro Elterngeld ausgezahlt. Das sind rund 160.000 Euro weniger als ein Jahr zuvor. Wie der zuständige Fachdienst Wohnungswesen mitteilt, waren 3.049 Mütter und 390 Väter Empfänger der Zuwendungen.

Der Anteil der Väter stieg von 10,7 Prozent im Jahr 2009 auf 11,34 Prozent in 2010. Während über siebzig Prozent der Väter Elterngeld für zwei (Partner-) Monate beantragten, nahmen fast drei Viertel der anspruchsberechtigten Mütter, die Leistung für elf bzw. zwölf Monate in Anspruch.

Durch das Haushaltsbegleitgesetz 2011 hat es zum 01. Januar auch Änderungen beim Eltern-geld gegeben. So sinkt beispielsweise für Elterngeldberechtigte mit einem Nettoeinkommen von mehr als 1.200 Euro vor der Geburt des Kindes die Ersatzrate künftig schrittweise von 67 auf 65 Prozent. Für Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder des Kinderzuschlages war das Elterngeld bisher in Höhe von 300 Euro monatlich anrechnungsfrei. Künftig wird das Elterngeld bei diesen Leistungen grundsätzlich vollständig als Einkommen berücksichtigt. Beziehern dieser Leistungen steht somit zwar weiterhin Elterngeld zu, es entfällt allerdings die Anrechnungsfreiheit des Sockelbetrages, so dass die Sozialleistungen in Höhe dieses Betrages gemindert werden. Nur in den Fällen, in denen vor der Geburt ein Einkommen erzielt wurde, ist ein sogenannter Elterngeldfreibetrag anrechnungsfrei, der sich nach dem vor der Geburt zu berücksichtigendem Einkommen richtet und höchstens 300 Euro beträgt.

Informationen zum Elterngeld und zur Elternzeit sind im Internet unter www.maerkischer-kreis.de/buergerservice. oder unter der Rufnummer 02351/966 6848 zu erhalten.

Quelle: Pressestelle Märkischer Kreis

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