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Radwege bekommen Fahrrad-Reparaturstationen

Bad Laasphe – Wer kennt es nicht? Man ist auf einer Radtour am Wochenende unterwegs und das Rad verliert Luft oder eine Schraube hat sich nach rasanter Abfahrt von der Lahnquelle leicht gelöst. Nicht immer hat man den passenden Schraubenschlüssel oder die Luftpumpe dabei. Was folgt? Der Ausflug ist beendet und getreu dem Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ kommt nicht gerade gute Laune auf. Besonders nicht, wenn die Misere auf einem Radweg mitten in der Natur passiert.

Pannenhilfe kostenlos und rund um die Uhr

Die naturnahen und abgelegenen Wege in der weitläufigen Landschaft machen das Radfahren in Bad Laasphe bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt. Die Vorteile von unberührter Natur führen häufig den Nachteil mit sich, dass der Handyempfang mitten im Nirgendwo nicht der beste ist: Das kann im Falle einer Panne zum Problem werden. Durch teils steile Passagen und unbefestigte Waldwege verliert der Reifen schnell mal ein wenig Luft oder eine Schraube löst sich durch Vibration.

„Wer dann kein passendes Werkzeug dabeihat, müsste schieben“, sagt TKS-Geschäftsführerin Signe Friedreich. Sie erklärt die Intention des Projektes: „Wir sind eine Destination an einem der bekanntesten Radwege in Deutschland. Da dürfen solche Servicestationen einfach nicht fehlen.“ Mit den Fahrradservicestellen können Radfahrer ihr Fahrrad kostenlos und jederzeit auf Vordermann bringen. Signe Friedreich: „Wir wollen damit ein Gefühl der Sicherheit mitten in der Natur vermitteln und die Radwege qualitativ aufwerten.“ Dabei sollen die Stationen keineswegs den Service der lokalen Radservice-Geschäfte ersetzen, sondern vielmehr „erste Hilfe“ im Notfall leisten und sich mit dem Service der Werkstätten ergänzen. Auf jeder Station weist eine Darstellung auf nächste Stationspunkte und deren Entfernung sowie zusätzlich auf die jeweils nächstgelegene Radwerkstatt hin und informiert über deren Kontaktdaten sowie Öffnungszeiten. Die dargestellten Radwerkstätten Fahrrad-Wege (Feudingen), Fahrrad Heimes (Bad Laasphe) und Sport Balzer (Wallau) waren von der Idee gleich angetan und haben das Projekt befürwortet.

Die Idee zu den Servicestationen erhielt die TKS aus der Bevölkerung und formte diese zu Beginn des Jahres in einen Leader Antrag um. „Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Region Wittgenstein war sofort begeistert von der Idee“, sagt der LAG-Vorsitzende Holger Saßmannshausen. „Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nun umgesetzt werden konnte.“ Die LEADER-Förderung deckt 65 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 13.800 Euro, die restlichen knapp 4.900 Euro stemmt die TKS mit Eigenmitteln.

Abgelegene Standorte entlang des Lahnradwegs

An drei Standorten entlang der ersten Etappe des Lahnradwegs, die auf Laaspher Gebiet liegt, sind die Stationen jetzt montiert worden: Zu Beginn des Lahnradweges im Ortsteil Welschengeheu, zwischen Bermershausen und Saßmannshausen an der Walbachsmühle sowie am Ortsausgang Bad Laasphe/ Niederlaasphe. „Wir stellen die Pannenhelfer bewusst an Orten auf, an denen die Radfahrer sonst auf sich selbst angewiesen wären“, sagt Signe Friedreich.

Umfassende Ausstattung

Die pulverbeschichtete Stahl-Reparaturstationen wurden auf einem Betonfundament fest im Boden verankert. Ausgestattet sind sie mit allen wichtigen Werkzeugen, die an ausziehbaren Stahlseilen aus geflochtenem Edelstahl befestigt sind: Sechskant-Schlüsselset, Torx T-25, Reifenheber, 2 justierbare Schraubenschlüssel, Konusschlüssel, Phillips und Standard Schraubenzieher. Des Weiteren besteht an jeder Station eine Möglichkeit sein Rad aufzubocken sowie es an einer Reifeneinschiebestelle sicher aufzupumpen. Die Stationen sind so konzipiert, dass die Wartung unterschiedlicher Räder für Jeden problemlos möglich ist.

Durch den Aufbau der Stationen erfahren Bad Laasphes Radwege insbesondere der vielbenutzte Lahnradweg eine qualitative Aufwertung, indem sie den Fahrradfahrern auch auf abgelegen Wegen flächendeckenden Service und Sicherheit bieten.

Quelle: Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: [email protected] für unsere Leser erreichbar.

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