Hilchenbach – Der Tag der Kultur war diesmal eine Nacht. Am frühen Abend ging es los mit der Eröffnung der Ausstellung Double Trash des Siegener Künstlerduos Tim Cullmann und Lorenz Reinhard, einer Veranstaltung im Rahmen des Siegerländer Kunstsommers. Erfrischend respektlos hatten die beiden den altehrwürdigen Konventsaal des Stifts um- und neuinterpretiert. Nach Grußworten des Hilchenbacher Bürgermeisters Hasenstab und des Schulleiters Dr. Dietrich verblüfften Cullmann/Lorenz mit einer aus Film- und Songzitaten gesampelten Textmontage, die weit weg war von den Erklärungsbemühungen üblicher Eröffnungsrituale. Ihr Publikum versöhnten die beiden mit Müsliriegeln und Capri Sonne statt Sekt und Schnittchen. Double Trash eben.

Zum ersten Mal verlagerten die Organisatoren des traditionellen Tags der Kultur am Gymnasium Stift Keppel danach die Aktivitäten nach draußen. Hoch gepokert und gewonnen – denn das Wetter spielte mit. Im historischen Geviert des Abteigartens stand die Außenbühne, auf der sich zahlreiche junge Talente präsentierten. Dort ging es los mit einem kurzen Stück für Marionetten, das die Mitglieder des Kreativprojektes Figurentheater der Klassen 5 geschrieben und einstudiert hatten. Dann folgten eineinhalb Stunden Sommerkonzert mit dem Orchester der Schule und zahlreichen Solisten und Ensembles, die sich quer durch die mittlerweile drei Musikklassen zusammengefunden haben. Und ebenso abwechslungsreich wie die Akteure war auch ihr Programm zwischen Klassik, Pop und Musical. So ging es stimmungsvoll hinein in die Dämmerung.

Foto: Gymnasium Stift Keppel

Foto: Gymnasium Stift Keppel

Im einsetzenden Scheinwerferlicht betraten die Mitglieder der Theater-AG die Bühne und spielten mit viel Charme und Enthusiasmus „Das Gespenst von Canterville“. Den spektakulären Abschluss des langen Abends bildete die Science Show AG des Gymnasiums Stift Keppel, die aus ihrer überregional bekannten Wissenschafts-Show Experimente unter dem Motto Feuer und Licht ausgewählt hatte und die barocken Fassaden des Stifts mit Flammen und Blitzen erhellten.

Foto: Gymnasium Stift Keppel

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„Das war keine Eintagsfliege“, fasst Dietrich die Erfahrungen des Abends zusammen. „Der Abteigarten ist ein wundervoller Schauplatz und wird als Rahmen für schulische Feste und Feiern künftig öfter ins Spiel kommen.“

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