Siegen – IHK-Vizepräsident Jost Schneider: „Beim Webauftritt alle Register ziehen“. „Ausbildungs-Frieder“ der IHK zeichnete Unternehmen aus.

„Eine gute Webpräsenz dient nicht nur der Vorstellung der eigenen Produkte und Dienstleistungen, sondern immer auch dem Werben um neue Mitarbeiter – vor allem um Nachwuchskräfte“, verdeutlichte Jost Schneider, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Siegen, bei der Verleihung des „Ausbildungs-Frieders“ in der Siegerlandhalle. Für Schülerinnen und Schüler seien die Webauftritte der Firmen inzwischen zu einer sehr bedeutsamen Informationsquelle avanciert. Die Betriebe seien daher gut beraten, in diesem Feld alle Register zu ziehen. Zum dritten Mal zeichnete die IHK mit dem Preis Unternehmen aus, die das Internet besonders gut für die Gewinnung von Azubis einsetzen. 150 Jugendliche aus fünf heimischen Schulen hatten die Webauftritte der teilnehmenden Betriebe analysiert und anschließend die Sieger ermittelt. Die beste Bewertung erhielt dabei wie bereits bei der letzten Auflage vor zwei Jahren die Wilhelm Schauerte GmbH & Co. KG aus Lennestadt. Den zweiten Rang belegte die W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH aus Siegen. Die Horn & Co. Group und die Nüßing GmbH (beide ebenfalls aus Siegen) erzielten gemeinsam den dritten Platz.

Jost Schneider betonte in seiner Laudatio, wie bedeutsam eine gute Internetseite in der heutigen Zeit ist. Die Auszeichnung verdeutliche, dass es viele positive Beispiele und Möglichkeiten gebe, sich im Wettbewerb um den Nachwuchs gut aufzustellen. Allen teilnehmenden Unternehmen diene das Mitwirken als großartige Chance, sich als Arbeitgebermarke bekanntzumachen. „Auch diejenigen, die heute nicht den Preis erhalten, gewinnen wertvolle Informationen. Wir bieten ihnen durch unsere Zusammenfassung der Resultate eine Anleitung dafür, wie sie ihre Internetseiten in diesem spezifischen Bereich verbessern können“, ermutigte Schneider.

Schwerpunkte und Kriterien

Dagmar Gierse und Stephan Häger, die für die Organisation und Durchführung verantwortlich zeichneten, legten dar, welche Schwerpunkte und Kriterien die jugendlichen Jury-Mitglieder bei der Bewertung beleuchteten. Demnach analysierten die jungen Menschen unter anderem, ob sie sich ausreichend gut informiert fühlen, alle bedeutenden Informationen schnell aufzufinden seien und die Internetseite Vertrauen für das jeweilige Unternehmen schaffe. Besonderen Wert legten sie auf die Frage, ob die Betriebe hilfreiche Bewerbungstipps bereithalten. Ferner war es für sie mitentscheidend, wie detailliert die Darstellung der Karrieremöglichkeiten auf den Internetseiten ausfiel. Als nicht minder ausschlaggebend empfanden die jungen Leute die Frage, wie gut die Unternehmen den Umgang mit modernen Medien beherrschen. Sie bewerteten etwa, inwiefern die Betriebe über Mitarbeiterfotos, Produktanimationen, Azubi-Interviews und informative Videos ihre Arbeit vorstellen. Aufschlussreich zudem: Gerade einmal 4 der 150 Jugendlichen aus der Jury gaben an, ihren Ausbildungsplatz auch über Printmedien zu suchen. Für die meisten jungen Menschen sind demnach PC, Laptop, Tablet und Smartphone die relevanten Zugänge. „Wenn ein Unternehmen für Auszubildende attraktiv sein will, muss sich das also ganz gezielt im Internet widerspiegeln“, fasste Jost Schneider zusammen. Die Verleihung des „Ausbildungs-Frieders“ sei daher Belohnung und Ansporn zugleich.

Quelle: Industrie- und Handelskammer Siegen

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