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Arnsberg – Telemedizin hilft Leben retten

Arnsberg – Das Klinikum Arnsberg beteiligt sich an „[email protected]”, einem Pilotprojekt zum Ausbau der Telemedizin. Ziel ist es, die Behandlungsqualität insbesondere im Bereich Infektiologie und Intensivmedizin weiter zu steigern.

„Dazu wollen wir ab Januar 2017 in den Auf- bzw. Ausbau eines sektorenübergreifenden telemedizinischen Netzwerks investieren”, berichtete Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Arnsberg heute (02.12.2016) in Arnsberg.

„Über dieses Netzwerk können die Ärztinnen und Ärzte des Klinikums Arnsberg mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen der anderen am Projekt teilnehmenden Krankenhäuser und Praxen künftig sozusagen per Videokonferenz fachübergreifend beraten, welche Therapie für einen Patienten die jeweils beste ist”, informiert Kemper weiter.

„Insbesondere bei schwerkranken Patienten und komplexen Krankheitsverläufen ist die fachübergreifende Zusammenarbeit von Spezialisten unterschiedlicher Fachdisziplinen entscheidend für die bestmögliche Versorgung. Die verschiedenen Spezialisten können aber nicht alle in jedem Haus vorgehalten werden. Das Netzwerk soll uns helfen, zusätzliche ärztliche Expertise schnell und einfach einbinden zu können, beispielsweise durch gemeinsame telemedizinisch unterstützte Visiten oder Fallkonferenzen. Der verbesserte Informationsaustausch ermöglicht zudem schneller voneinander zu lernen und Behandlungsstrategien gemeinsam zu optimieren”, erläutert Dr. med. Martin Bredendiek, Ärztlicher Direktor Klinikum Arnsberg.

In der Praxis kann das dann so aussehen, dass mobile Einheiten aus Computern, Bildschirmen und HD-Kameras bis an das Krankenbett gefahren werden können. Über diese Einheiten können auch Röntgenbilder und andere Befunde und Informationen des Patienten ausgetauscht werden. Verbunden sein werden sie über schnelle und hochgesicherte Datenleitungen. Die erforderliche Technik gibt es in vielen Bereichen bereits. Aufbauend auf diese vorhandenen Grundlagen gilt es nun ein Netzwerk zwischen den medizinischen Fachrichtungen der Projektpartner zu spannen und gemeinsame Behandlungspfade und Prozesse zu etablieren.
„Die Telematik macht es möglich, das medizinische Versorgungsspektrum vor Ort um hochspezialisierte Leistungen zu erweitern. Der Ausbau der Telematik stellt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region dar und stärkt den digitalen Standort „Arnsberg””, betont Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg.

Am Aufbau des neuen telemedizinischen Netzwerks „[email protected]” nehmen aktuell 19 Krankenhäuser teil, darunter die Universitätskliniken Aachen und Münster sowie das Klinikum Arnsberg. Das Projekt wird mit rund 20 Millionen Euro über drei Jahre gefördert. Das Geld kommt aus dem Innovationsfonds des Bundes, der zur Hälfte von den gesetzlichen Krankenkassen und zur Hälfte aus Mitteln des Gesundheitsfonds finanziert wird.

Text: Klinikum Arnsberg

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.
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