Oberstleutnant Jens Sauer folgt auf Oberstleutnant Michael Peter Jäger

Erndtebrück. Der Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums 2, Oberst Olaf Stöcker, übertrug die Führung des Systemzentrums 25 von Oberstleutnant Michael Peter Jäger auf Oberstleutnant Jens Sauer.

Einheit mit ausgesprochen spezialisiertem und hochmotiviertem Personal

Das Jahr ist noch jung, aber am Luftwaffenstandort Erndtebrück fand am 1. März bereits die zweite Kommandoübergabe des Jahres statt. Oberstleutnant Michael Jäger, stellvertretender Standortältester der Hachenberg-Kaserne und Leiter des Systemzentrums 25 (SysZ 25) verlässt die Edergemeinde in Richtung Rheinland. Die als „Softwareschmiede der Luftwaffe“ bekannte Dienststelle ist dem Waffensystemunterstützungszentrum 2 (WUZ 2) in Diepholz unterstellt. Dessen Kommandeur, Oberst Olaf Stöcker, übertrug die Führung im Rahmen eines militärischen Appells von Oberstleutnant Michael Peter Jäger auf Oberstleutnant Jens Sauer und wünschte diesem für die Leitung der „Einheit mit ausgesprochen spezialisiertem und hochmotiviertem Personal, das aber auch seine Eigenheiten hat, eine glückliche Hand, alles Gute und stets das notwendige Quäntchen Fortune.“

Bild: Andreas Nega

Bild: Andreas Nega

Systemzentrum 25 zur renommierten Marke gemacht

„Ich habe zunächst fachlich und vor allem menschlich höchsten Respekt vor ihnen“, so formulierte es der Kommandeur in Richtung des scheidenden Leiters des SysZ 25 und liefert auch gleich die Begründung. „Sie sind ein äußerst stringent und logisch denkender, schlagfertiger und auch anspruchsvoller Vorgesetzter und Untergebener. Ihnen vorgesetzt zu sein war eine Herausforderung und Freude im allerbesten Sinn. Sie haben ihre verantwortungsvolle Führungsaufgabe mit großem Fleiß, der notwendigen Zähigkeit und Biß, einem feinem Humor und mit dem Herz immer am rechten Fleck erfüllt.“ Doch auch Oberstleutnant Jäger hatte viel Lob und Dank parat. Oberst Stöcker dankte er für ein „immer offenes Ohr zur richtigen Zeit“ und „den Einsatz für uns im Sinne des übergeordneten Auftrags“. Dem Standortältesten, Oberstleutnant Lars Hoffmann attestierte Jäger „die adäquate Wahrnehmung des Systemzentrums am Luftwaffenstandort“. Schließlich lobte er seine Truppe: „Sie sind der Grund für die hervorragenden Leistungen, die das Systemzentrum 25 innerhalb der Luftwaffe, aber auch in der gesamten Bundeswehr zur renommierten Marke gemacht haben. Ich fühle mich privilegiert, dass man mir diese Aufgabe vor zwei Jahren übertragen hat.

Vielen Dank an Sie alle für ihre Loyalität, ihr Vertrauen und ihre unnachgiebige Motivation!“

Regiment bereichert

Der neue Leiter des SysZ 25, Oberstleutnant Jens Sauer ist für die Aufgabe aufgrund „des breit gefächerten Verwendungsaufbaus gut gerüstet“, unterstreicht Oberst Stöcker. „Sie haben mehrere Verwendungen in dem Organisationsbereich der Streitkräftebasis durchlaufen und ich freue mich darauf, dass ihr Erfahrungsschatz das Regiment in dieser Hinsicht bereichert und uns einen anderen Blickwinkel auf manchen Sachverhalt erschließen kann.“ Mit dem Kernauftrag der Softwareentwicklung, -pflege und -änderung gehört diese Einheit mit seinem überdurchschnittlich hoch qualifizierten Personal zu einer fachlichen Elite innerhalb der Bundeswehr. „Es sind aber nicht die Leistungserwartungen der Vorgesetzten und Bedarfsträger alleine, welchen ich mich von nun an stelle“, betonte der in Bad Münstereifel lebende Sauer, „sondern auch gerade die Erwartungshaltungen der Angehörigen dieser Einheit“. Diesem Lastenheft könne er jedoch nur Rechnung tragen, „wenn ich die hierfür notwendige Unterstützung des SysZ 25 selbst erfahre“ und rief seiner Truppe daher im Rahmen der Ansprache dazu auf, „das individuelle Leistungspotential im Sinne des Ganzen einzubringen.“

Systemzentrum 25 als Blaupause für zukünftige Strukturen

Bevor Oberstleutnant Jäger dem Hachenberg endgültig den Rücken kehrte, wagte er aber noch einen Ausblick in die Zukunft. Ministerin Ursula von der Leyen, hat im Herbst 2015 deutlich die Neuordnung des Bereichs Cyber angekündigt und klar eine Heraushebung der Thematik avisiert. Seitdem arbeitet im BMVg ein Aufbaustab an der Entwicklung von personellen, organisatorischen und prozessualen Rahmenbedingungen für einen solchen neuen Organisationsbereich Cyber. Ziel ist die Zusammenführung der bisher fragmentierten Zuständigkeiten in einer subsumierenden Hand. „Es ist absehbar, dass diese Entwicklungen das SysZ 25 betreffen werden“, stellte der Stabsoffizier fest und verdeutlichte: „Hier gibt es bereits Prozesse die in Zukunft zunehmend gefragt sein werden und man wird Ihre Erfahrungen hoffentlich anteilig in den neuen Bereich einfließen lassen.“ Jäger bewerte diese Entwicklungen sehr positiv und hofft, dass dem hochgefragten Klientel IT-Personal noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten in den Streitkräften geboten werden. Er betont, „eine moderne, schlagkräftige Cyberdomäne ist schon heute und in Zukunft nicht nur elementares Fundament für alle anderen Wirkdomänen der Bundeswehr, sondern auch eine eigene Wirkdomäne, die es zukünftig zu nutzen gilt. Wir müssen uns in der Bundeswehr mit ganzer Kraft auf diese neue Dimension Cyber einstellen, sonst können wir in einer zunehmend digitalisierten Welt nicht bestehen. Das Systemzentrum 25 hat sich bewährt und kann dabei in vielen Bereichen als Blaupause für zukünftige Strukturen dienen.“

Τext: Peter Hanke

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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