„Der Bürgerdialog ist Ausdruck einer neuen Kultur des Zuhörens und des Dialogs zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.“

 

Hagen, 24. September. Die Stadt Hagen unterstützt den Bürgerdialog Demografischer Wandel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Der Bürgerdialog ist ein Forum für den offenen Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Dazu führt das BMBF in den kommenden Wochen sechs eintägige Bürgerkonferenzen in verschiedenen Teilen Deutschlands durch – darunter auch am 27. Oktober 2012 ab 10 Uhr in der Stadthalle in Hagen. Parallel dazu findet im Internet auf dem Online-Portal http://www.buergerdialog-bmbf.de ein moderierter Online-Dialog statt. Unter der zentralen Fragestellung „Wie bleibt unser Land ideenreich und innovativ“ haben Bürgerinnen und Bürger die Möglich­keit, sich über das Zukunftsthema demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf die Arbeits- und Lebenswelt zu informieren, sich eine Meinung dazu zu bilden und mit Anderen zu diskutieren.

Die Ergebnisse des Bürgerdialogs werden Anfang 2013 in einem Bürgerreport zusammengetragen, der konkrete Handlungsempfehlungen der beteiligten Bürgerinnen und Bürgern an Verantwortliche aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft enthält. Diese Empfehlungen sind wichtige Orientierungspunkte – etwa für die konkrete Ausgestaltung der Demografiestrategie der Bundesregierung oder die Bildungspolitik.

„Hagen ist eine Stadt, in der schon heute die Auswirkungen des demographischen Wandels sehr deutlich zu spüren sind. Deshalb unterstützen wir gerne das Bundesforschungsministerium bei seinem Vorhaben.“ – mit diesen Worten ruft Hagens Oberbürgermeister Jörg Dehm zur Beteiligung am Dialog auf. OB Dehm weiter: „Wir sollten dem demographischen Wandel offensiv begegnen und nicht nur Risiken beschreiben, sondern sich bietende Chancen nutzen.“

„Ich freue mich sehr, dass Hagen den Bürgerdialog unterstützt. Die Bürgerdialoge sind Ausdruck einer neuen Kultur des Zuhörens und des Dialogs zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Zu den Aufgaben demokratischer Politik gehört es, dass sie Foren zur Beteiligung anbietet, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Erwartungen und Bedenken äußern können. Das gilt in besonderem Maße für die Bildungs- und Forschungspolitik und das Thema des demografischen Wandels. Ich lade die Bürgerinnen und Bürger ein, Einblick zu gewinnen und mitzureden“, sagt die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan.

Älter, weniger, vielfältiger

Hinter dem demografischen Wandel stehen drei Entwicklungen: Anhaltend niedrige Geburtenziffern führen zu einem Rückgang der Bevölkerungszahl. Eine steigende Lebenserwartung hat einen Anstieg des Durchschnittsalters zur Folge. Und die Zuwanderung von Menschen aus dem Ausland kann diese Prozesse teilweise ausgleichen, macht aber zugleich auch erhöhte Integrationsanstrengungen erforderlich. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass die Bevölkerung Deutschlands in den nächsten 50 Jahren um bis zu 17 Mio. Einwohner sinken wird.

Die Kurzformel für den demografischen Wandel lautet: „Wir werden weniger, älter und vielfältiger.“ Dadurch wird sich unsere Lebens- und Arbeitswelt in den kommenden Jahren radikal verändern. Insbesondere das Sozial- und das Bildungssystem stehen vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist die zentrale Frage des Bürgerdialogs Demografischer Wandel: Wie bleibt unser Land ideenreich und innovativ?

Auf dem Laufenden bleiben

Alle Informationen rund um das Thema demografischer Wandel und den Bürgerdialog, Ergebnisse und Termine finden Interessierte auf dem Online-Portal http://www.buergerdialog-bmbf.de. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an einer Bürgerkonferenz (z.B. in Hagen) zu bewerben.

 

 

Pressekontakt: 

Büro Bürgerdialog – Redaktion

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