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Außergewöhnliche Waldbrandwoche fordert Feuerwehren im Hochsauerlandkreis

Feuerwehrverband dankt Einsatzkräften, Hilfsorganisationen, Landwirten und Bevölkerung – Kreisbrandmeister mahnt weiterhin zu besonderer Vorsicht

Hochsauerlandkreis. Mehrere teils schwere Wald- und Vegetationsbrände haben die Feuerwehren im Hochsauerlandkreis in den vergangenen Tagen stark gefordert. Unter anderem in Olsberg-Bigge, Winterberg-Siedlinghausen, Sundern-Stemel und zuletzt bei Marsberg-Helminghausen waren innerhalb weniger Tage mehrere hundert Einsatzkräfte über viele Stunden im Einsatz. Der Feuerwehrverband Hochsauerlandkreis nimmt die außergewöhnliche Einsatzwoche zum Anlass, allen beteiligten Kräften und Unterstützern ausdrücklich zu danken.

„Die vergangenen Tage haben unseren Einsatzkräften sehr viel abverlangt“, erklärt Kreisbrandmeister Bernd Krause. „Viele Kameradinnen und Kameraden waren über Stunden unter körperlich äußerst belastenden Bedingungen im Einsatz. Hinzu kommt, dass sich die Einsätze innerhalb weniger Tage gehäuft haben und zahlreiche Kräfte mehrfach gefordert waren.“

Waldbrände waren eine besondere Herausforderung

Wald- und Vegetationsbrände stellen die Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Schwer zugängliches und teilweise steiles Gelände, hohe Temperaturen, wechselnde Windverhältnisse sowie große Entfernungen bei der Löschwasserversorgung erschweren die Brandbekämpfung. Hinzu kommt die aufwendige Suche nach Glutnestern, die sich teilweise tief im Boden befinden und auch nach dem Ablöschen der offenen Flammen immer wieder aufflammen können.

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Die Einsätze der vergangenen Tage machten zugleich deutlich, dass Großschadenslagen weit mehr erfordern als die eigentliche Brandbekämpfung. Wenn über viele Stunden oder sogar mehrere Tage eine große Zahl von Einsatzkräften eingesetzt wird, müssen Ablösungen organisiert, Verpflegung und Logistik sichergestellt, zusätzliche Fahrzeuge und Sondertechnik angefordert und Einsatzabschnitte koordiniert werden.

Besonders herausfordernd war, dass zeitweise mehrere größere Einsatzlagen nahezu parallel bewältigt werden mussten. Aufgrund dieser Situation nahm auch der Stab für Sonderlagen und die Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises seine Arbeit auf. Von dort wurden die örtlichen Einsatzleitungen unterstützt, überörtliche Kräfte koordiniert und die notwendigen Ressourcen für die verschiedenen Einsatzstellen abgestimmt.

Viele Zahnräder griffen in einander

„Eine solche Lage lässt sich nur bewältigen, wenn viele Zahnräder ineinandergreifen“, betont Krause. „Neben den Einsatzkräften unmittelbar an der Brandstelle leisten die Führungsstäbe, Leitstellen, Logistik- und Versorgungseinheiten sowie viele weitere Helfer im Hintergrund eine enorme Arbeit.“

Der Feuerwehrverband Hochsauerlandkreis dankt deshalb ausdrücklich allen Feuerwehrangehörigen aus den Städten und Gemeinden des Hochsauerlandkreises sowie den zahlreichen überörtlich und teilweise aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens und Hessens angereisten Feuerwehrkräften, die die örtlichen Einheiten unterstützt und abgelöst haben.

Der Dank gilt ebenso dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz, Malteser, der Polizei und allen weiteren beteiligten Hilfs- und Unterstützungskräften. Eine wichtige Rolle spielten erneut auch Landwirte, Forstunternehmen und weitere private Helfer, die beispielsweise mit Maschinen, Fahrzeugen und Wassertransporten die Einsatzmaßnahmen unterstützten.

„Gerade bei großen Waldbränden zeigt sich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Behörden, Landwirtschaft, Forst und vielen weiteren Beteiligten ist. Diese Unterstützung ist keineswegs selbstverständlich und verdient unseren ausdrücklichen Dank“, so Krause.

Besonders erfreulich sei zudem die große Unterstützung aus der Bevölkerung gewesen. Einsatzkräfte wurden mit Getränken und Verpflegung versorgt, vielerorts gab es spontane Hilfsangebote und über soziale Medien erreichten die Feuerwehren zahlreiche Dankesbotschaften.

„Diese Wertschätzung kommt bei unseren Einsatzkräften an. Gerade nach vielen anstrengenden Stunden sind solche Gesten eine zusätzliche Motivation und zeigen, welchen Rückhalt die Feuerwehren in der Bevölkerung genießen“, erklärt der Kreisbrandmeister.

Der Feuerwehrverband weist zugleich darauf hin, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren auch während lang andauernder Großschadenslagen im gesamten Kreisgebiet aufrechterhalten werden muss. Dies erfordert eine vorausschauende Kräfteplanung und rechtzeitige Ablösungen. Die große Mehrheit der Einsatzkräfte der Feuerwehren im Hochsauerlandkreis versieht ihren Dienst ehrenamtlich. Viele verlassen für einen Einsatz kurzfristig ihren Arbeitsplatz, ihre Familien oder ihre Freizeit.

Aufruf an die Bevölkerung

Die Bevölkerung wird gebeten, sich weiterhin umsichtig zu verhalten, auch wenn für die kommenden Tage Abkühlung und Regen vorhergesagt sind. Offenes Feuer und Rauchen im Wald und in Waldnähe sollten unterbleiben. Zufahrten zu Waldgebieten sowie Forst- und Rettungswege sind jederzeit freizuhalten.

Wer Rauch oder einen möglichen Brand bemerkt, sollte nicht zögern und frühzeitig den Notruf 112 wählen. Eine schnelle Meldung kann entscheidend dazu beitragen, einen Entstehungsbrand zu bekämpfen, bevor sich daraus ein großflächiger Waldbrand entwickelt.

„Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll gezeigt, was unsere Feuerwehren und die vielen unterstützenden Organisationen gemeinsam leisten können“, fasst Kreisbrandmeister Bernd Krause zusammen. „Unser größter Dank gilt allen, die teilweise bis an ihre Belastungsgrenze gegangen sind, um diese Einsätze erfolgreich zu bewältigen. Gleichzeitig bitten wir die Bevölkerung weiterhin um große Vorsicht. Jeder verhinderte Brand ist momentan die beste Unterstützung für unsere Einsatzkräfte.“

Text: Feuerwehrverband Hochsauerlandkreis e. V.



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