Drolshagen. In den letzten Wochen wird fleißig am neuen Bürgerfunk für den Kreis Olpe getestet. Hierzu werden derzeit drei verschiedene Funkfrequenzen im Kreis Olpe getestet. Beim Emfangsversuch den Olper Sender in Drolshagen (Stadtkern) zu empfangen, wurden wir leider enttäuscht. Auf der Olper Frequenz 89,0 Mhz mehr Rauschen, als Sender.

Heißt es nun “Verloren in Drolshagen”?

Der Bürgerfunk in NRW ist ja mittlerweile schon ein alter Hut. Bis auf den Kreis Olpe hat jeder Landkreis seinen eigenen privaten Rundfunksender. Gerade beim letzten “Jahrhundertsturm” Kyrill zeigte sich in den versorgten Gebieten, wie wichtig eine zeitnahe Bürgerinformation per Regionalrundfunk ist, weil andere Informationswege aufgrund von Netzüberlastungen (Telefon + Mobilfunk) oder Stromausfällen (kein Fernsehen dann möglich) nicht erreichbar waren. Der WDR hatte einfach zu Große Regionalfenster. Die Informationen für den eigenen Ort gingen aufgrund des großen Gebietes meistens unter.

Im Lokalradio NRW gibt es – als kleine Verhohnepiepelung – die Radio Comedyshow “Verloren in Olpe”. Ein Bauer aus Olpe wird, sagen wir mal etwas klischeehaft dargestellt, muss sich mit den Dingen des Alltages rumschlagen und meistert die auf Altbackener Art und Weise…

Nachdem wir den Emfangsbericht für Drolshagen an den Betreiber der Testsender geschickt haben, haben wir heute ein leider trauriges Ergebnis erhalten.:

“Schade, dass Sie die 89,0 in Drolshagen nicht hören. In der Tat ist für Drolshagen ein anderer Sender in Planung, das Verfahren ist langwierig teuer und es stellt sich die Frage, ob der Sender dann auch kommt.
In manchen Teilen von Drolshagen funktioniert die 89,0 noch, aber wie gesagt, Drolshagen liegt leider außerhalb des Versorgungsbereichs. Bleibt nur die Hoffnung, dass das Radio gut ankommt, dass sich für diese erste Ausbaustufe die entsprechenden Leute begeistern können und wir weiterbauen können.
Danke für Ihre Nachricht
Ihr ILCO Funktechnik Team”

Na dann wollen wir mal hoffen, dass das Radio angenommen wird und unsere Lokalpolitiker rechtzeitig unterstützend einwirken. Nicht das es dann “Verloren in Draulzen” in Zukunft heißt und der Kreis über unsere Kommune lacht …

Veröffentlicht von:

Internetexperte Sven Oliver Rüsche
Internetexperte Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos und Herausgeber der Südwestfalen-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist erreichbar unter: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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Kommentare

  1. Drolshagener
    10. September 2010 um 11:56 Uhr

    Das ist echt eine Frechheit in meinen Augen. Da wird ein Lokalradio im Kreis Olpe eingeführt und die wollen ein ganzes Stadtgebiet nicht versorgen???

    Gehört Drolshagen nicht zum Kreis Olpe???

    Meiner Meinung nach müßte die Stadt Drolshagen sich offiziell darum kümmern, das auch die Drolshagener Bürger Lokalradio hören können.

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