Drolshagen – Informieren wollten sie, und das haben sie mit sehr großem Erfolg getan. Auf dem Erntefest in Drolshagen hat die IG-Gegenwind Drolshagen über die Tatsache aufgeklärt, dass auch in der beschaulichen Stadt an der Rose reichlich Windräder geplant sind. Auf den Druck der Landesregierung muss nämlich die Stadt Konzentrationszonen für Windenergienutzung zur Verfügung stellen. Um über Gefahren und Risiken der Windenergie – vor allem in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern – zu informieren, hat sich die Interessengemeinschaft gegründet und sehr großen Anklang bei der interessierten Bürgerschaft gefunden.

Über 450 Bürger unterstützten bereits eine Unterschriftensammlung, die einen Abstand von wenigstens 1500 Metern zur nächsten Wohnbebauung fordert. Wer diesen Abstand jetzt für unrealistisch hält, dem sei gesagt, so Christa Schmidt-Bender von der IG-Gegenwind, dass im Bundesland Bayern im Gesetz einen Abstand von „10 mal Höhe“ verankert ist: Also bei den Windriesen von 200 Metern, die bei uns zu erwarten sind, wären das immerhin 2 Kilometer. Die derzeitige Realität sieht leider anders aus: „Bei uns hier, kann man von Glück reden, wenn man 500 Meter Abstand zugebilligt bekommt. Wir sind nicht gegen erneuerbare Energien“, so Schmidt-Bender weiter, aber es lauern erhebliche gesundheitliche Risiken in der Nähe von WKA, z. B. massive Beeinträchtigungen durch hörbaren Schall, Infraschall und Schattenwurf.“

Darüber hinaus sind eindeutige, finanzielle Nachteile für die Anwohner zu erwarten. So verlieren Immobilien in der Nähe von Windkraftanlagen deutlich an Wert, was sogar bis zur Unverkäuflichkeit führen kann.

Abb. von links: Rita Siewer, Regine Rottwinkel, Klaus De Rottwinkel, Ute Dransch, Vera Kauer, Christian Kauer, Thomas Dombrowski, Christoph Gerhard (BI Rehringhauser Berge), Thomas Fiebiger, Christa Schmidt-Hesse - Quelle: Regine Rottwinkel

Abb. von links: Rita Siewer, Regine Rottwinkel, Klaus De Rottwinkel, Ute Dransch, Vera Kauer, Christian Kauer, Thomas Dombrowski, Christoph Gerhard (BI Rehringhauser Berge), Thomas Fiebiger, Christa Schmidt-Hesse – Quelle: Regine Rottwinkel

Tatkräftige Unterstützung durch profundes Wissen um die Problematik erhielt die IG durch Mitstreiter von der Bürgerinitiative Rehringhauser Berge. Die Unterschriftenlisten und Info-Flyer liegen u. a. auch bei Bürotechnik Schürmann, Annettes Blumenladen, Drolshagener Tabakladen, in der Metzgerei Stachelscheid, bei der Araltankstelle Christ, bei Früchte Schürmann, in der Buchhandlung am Markt, in beiden Apotheken in Drolshagen, bei Dr. Bleckmann und Dr. Laguna aus. Darüber hinaus sind die Listen auch bei allen Mitgliedern der IG (siehe Foto) zu bekommen. Kontakt: www.ig-gegenwind-drolshagen.de.tl oder per Mail: gegenwind-drolshagen@web.de

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