Flyer im Scheckkartenformat bündelt örtliche Hilfs- und Beratungsangebote

Lippstadt – Häusliche Gewalt zerstört Sicherheit und Schutz: Der neu aufgelegte Flyer „Gewalt gegen Frauen und Kinder – Hilfsangebote in Lippstadt“ der Kooperationsrunde „Für Kinderschutz und gegen häusliche Gewalt Lippstadt“ bündelt deshalb örtliche Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene und passt durch sein Scheckkartenformat unauffällig in jede Hosentasche.

Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt in einer Beziehung. Dass häusliche Gewalt nicht etwa Privatsache, sondern eine öffentliche Angelegenheit mit strafrechtlichen Sanktionen ist, ist den Betroffenen aber oft nicht bewusst, weiß Marina Vogel von der Gleichstellungsstelle der Stadt Lippstadt. „Die Opfer haben uneingeschränkten Anspruch auf Schutz und Hilfe“, betont Vogel. Im Flyer finden Betroffene Adressen zu den Unterstützungs- und Hilfseinrichtungen in Lippstadt und Kontaktdaten staatlicher Institutionen und nicht-staatlicher Beratungsstellen.

Die Teilnehmer der Kooperationsrunde „Für Kinderschutz und gegen häusliche Gewalt Lippstadt“ stellen die Neuauflage des Informationsflyers vor (Foto: Stadt Lippstadt).

Die Teilnehmer der Kooperationsrunde „Für Kinderschutz und gegen häusliche Gewalt Lippstadt“ stellen die Neuauflage des Informationsflyers vor (Foto: Stadt Lippstadt).

Der Flyer wird von der Polizei zudem bei Einsätzen häuslicher Gewalt an Opfer überreicht. Zusätzlich wird dieser vor allem an Arztpraxen im Stadtgebiet verschickt, wo sie in Wartezimmern oder in den Toilettenbereichen ausgelegt und dort unauffällig eingesteckt werden können. Weitere Auslagestellen sind die örtlichen Krankenhäuser und Beratungsstellen. Realisiert werden konnte die dritte aktualisierte Version des Flyers durch die finanzielle Unterstützung vom Beirat für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Lippstadt.

Hintergrund: Die Kooperationsrunde „Für Kinderschutz und gegen häusliche Gewalt Lippstadt“ besteht seit 2003 und hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Hilfsangebote bekannter zu machen und somit eine schnelle Unterstützung anzubieten. Die Kooperationsrunde setzt sich zusammen aus Vertretern von Beratungsstellen, dem Wohnhaus Klusetor, der Polizei, der Justiz, dem Gesundheitswesen, der Stadtverwaltung Lippstadt, dem Frauenhaus Soest und dem Anwaltsverein.

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