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Hilfe für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen

Sozialpsychiatrischer Dienst will sein Beratungsangebot ausweiten

Kreis Soest – Ein engagiertes Team aus einer Sozialpädagogin, einem Sozialarbeiter und einem Facharzt gibt dem sozialpsychiatrischen Dienst für Kinder und Jugendliche im Gesundheitsamt des Kreises ein Gesicht. Die Hilfestellung dieser Experten ist gefragt. Die vor einem Jahr eingeführte Sprechstunde an jedem Mittwoch ab 8.45 Uhr (nur nach Vereinbarung) im Gesundheitsamt im Kreishaus nutzten nicht nur mehr als 50 Kinder, Jugendliche und Eltern. Auch zahlreiche Betreuer suchten fachlich kollegiale Beratung.

Die lange Aufgabenbeschreibung legt schwere Schicksale nahe. Der sozialpsychiatrische Dienst im Gesundheitsamt richtet sich an Kinder und Jugendliche mit seelischen Problemen, in Krisen, mit Selbstmordgedanken, mit Abhängigkeits- und Suchterkrankungen (zum Beispiel Alkohol, illegale Drogen, Medikamente), mit Essstörungen oder mit altersbedingten Entwicklungsstörungen. Der Bedarf ist so groß, dass zukünftig das Beratungsangebot ausgeweitet und die Sprechstunde einmal im Monat mittwochs auch in der Verwaltungsstelle Lippstadt des Kreis-Gesundheitsamtes angeboten werden soll.

Beim Facharzt im Team handelt es sich um Dr. med. Matthias Kaminski, Leiter der Kinderfachklinik in Bad Sassendorf und Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Er ist als Arzt mit Gestellungsvertrag beim Gesundheitsamt tätig. Diplom-Sozialpädagogin Britta Kleinschmidt-Mewes und Diplom-Sozialarbeiter Heinrich Broll sind Ansprechpartner für unterschiedliche Kommunen und stellen auch den Kontakt zu Dr. Kaminski her. Britta Kleinschmidt-Mewes (Zimmer E 190 im Kreishaus, Telefon 02921/302179, E-Mail [email protected]) betreut Anröchte, Erwitte, Geseke, Lippstadt, Rüthen und Warstein. Heinrich Broll (Zimmer E 149, Telefon 02921/302149, E-Mail [email protected]) ist zuständig für Bad Sassendorf, Ense, Lippetal, Möhnesee, Soest, Welver, Werl und Wickede (Ruhr).

Foto: Judith Wedderwille/Kreis Soest
Foto: Judith Wedderwille/Kreis Soest

Sie engagieren sich für Kinder und Jugendliche mit seelischen Problemen (v. l.): Dr. med. Matthias Kaminski, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Diplom-Sozialarbeiter Heinrich Broll und Diplom-Sozialpädagogin Britta Kleinschmidt-Mewes vom Sozialpsychologischen Dienst des Kreises Soest, hier zusammen mit der Leiterin des Kreisgesundheitsamts Dr. Andrea Gernun.

Die Kinder und Jugendlichen finden zum sozialpsychiatrische Dienst durch Eltern oder andere Familienangehörige, durch Mitarbeiter in Einrichtungen der Jugendhilfe (im Auftrag der Eltern oder des Jugendamtes), durch Gesundheits-, Jugendamt oder andere Dienste sowie durch Lehrer (mit Wissen der Eltern). „Wir bieten Betroffenen, Angehörigen, Freunden und anderen Menschen Rat und Hilfe an“, beschreibt Heinrich Broll die Adressaten des Angebots. Die Palette der Hilfsangebote umfasst telefonische Auskunft und Beratung, persönliche Beratung im Gesundheitsamt, fachärztliche Beratung und Unterstützung, Hilfen in Krisensituationen, Begleitung (auch während stationärer oder therapeutischer Behandlung) sowie Information über weitere Hilfsangebote und Weitervermittlung an andere Einrichtungen oder Dienste und Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen. „Unser Beratungsangebot ist kostenlos. Alle Gespräche werden vertraulich behandelt und unterliegen der Schweigepflicht. Wir vermitteln, wenn erforderlich, in fachkundige Einrichtungen. Wir führen selbst aber keine Therapiemaßnahmen durch“, erläutert Britta Kleinschmidt-Mewes.

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