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Sprache als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis

Geseke – Mehr als nur Vokabeln lernen die hochmotivierten Teilnehmer der Sprachkurse, die nun unter anderem in Salzkotten und Geseke beginnen. Die Volkshochschule Büren, Delbrück, Geseke, Hövelhof, Salzkotten und Bad Wünnenberg hat schnell und unbürokratisch zwei Deutsch-Sprachkurse vor Ort in den Mitgliedsstädten organisiert. „Sprache ist einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren für die Integration der zugewanderten Menschen“, erläutert der stellvertretende VHS-Leiter Markus Krick das Anliegen der kommunalen Bildungseinrichtung.

Der Geseker Intensivkurs unter der Leitung von Heribert Kick hat Anfang der Woche bereits begonnen. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, größtenteils aus Syrien, aber auch aus dem Iran, Tadschikistan, Afghanistan, Bangladesch und der Mongolei saugen begierig und begeistert die fremden Worte auf, die ihnen den Weg in die neu gewählte Heimat ebnen sollen. Bei der Auswahl der Teilnehmer hat die Stadt Geseke, Mitorganisator des Kurses, Wert darauf gelegt, Menschen mit guten Bleibeperspektiven auszuwählen.

Schwerpunkt des Kurses, der insgesamt über 130 Stunden läuft, ist der Erwerb einfacher deutscher Sprachkenntnisse durch mündliche Kommunikation, also einer Art „ Überlebens-Deutsch“ in der Anfangszeit in Deutschland. Es handelt sich um keinen Alphabetisierungskurs, sondern das Angebot dient zur Erstorientierung in einer fremden Kultur- und Sprachwelt.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus verschiedenen Nationen machen sich gemeinsam mit ihrem Kursleiter Heribert Kick (vorne, r.) auf den Weg, die Sprach- und Kulturwelt Deutschlands zu entdecken (Foto: Stadt Geseke).
Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus verschiedenen Nationen machen sich gemeinsam mit ihrem Kursleiter Heribert Kick (vorne, r.) auf den Weg, die Sprach- und Kulturwelt Deutschlands zu entdecken (Foto: Stadt Geseke).

„Sprache lernt man nur durch Sprechen“, betont der Kursleiter Heribert Kick den interaktiven Unterricht. „ Deshalb freut es mich, dass wir an mehreren Tagen hintereinander die Lernergebnisse im Dialog festigen können und damit die Teilnehmer motivieren, das Gelernte anzuwenden. Bestenfalls natürlich in Gesprächen auch mit Muttersprachlern. Dazu gehört auch das szenische Spiel, der Einsatz von Gestik und Mimik oder das Lernen mit allen Sinnen. All das ermöglicht allen Teilnehmern der heterogenen Gruppe Lernerfolge zu erreichen.“

Ziel des Kurses ist es, die Flüchtlinge zu befähigen, in Alltagssituationen kommunizieren zu können. Sei es beim Einkaufen, beim Arzt, im Rathaus, bei der Weiterqualifizierung durch eine Ausbildung oder am Arbeitsplatz. Eine erfolgreiche Kursteilnahme wird anschließend mit der A1-Zertifizierung bestätigt.

„Wer spricht, dem kann geholfen werden“, ist eine alte Volksweisheit. Mit viel Humor und Engagement will dieser neue Kurs der Sprachlosigkeit der Menschen, die fremd in unserem Land sind, abhelfen. Das kann aber nur gemeinsam gelingen, wenn genügend Kurse zur Verfügung stehen und die Teilnehmer bereit sind, konstant an der Erlernung der deutschen Sprache weiterzuarbeiten. Sie zeigen dies heute bereits durch ihre engagierte Teilnahme an dem Kurs, dem vermutlich noch weitere folgen, um eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen.

„Der Kurs findet in der Aula des Stiftspfarramtes statt“, erklärt Sozialamtsleiter Werner Knies. „Wir sind dem Pastoralverbund, in Person von Pfarrer Rainer Stahlhacke dankbar, dass er uns schnell und unbürokratische geholfen hat und die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.“

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