Kreis Soest – Regelmäßig veröffentlichen der Kreis sowie die Polizei Blitzerstandorte und rücken das Problem der Raser auf unseren Straßen in den Fokus. Trotzdem weist die Statistik der Bußgeldstelle des Kreises Soest wieder schlimme Verkehrssünder aus. Der „Spitzen-Raser“ des Jahres 2013 wurde auf der Autobahn 445 in einem Tempo-60-Bereich mit 145 Stundenkilometer gemessen, also mit 85 km/h zu schnell.

Doch nicht nur auf der Autobahn registrierte die Bußgeldstelle mehr als fahrlässige Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der übelste Temposünder außerhalb einer Ortschaft wurde bei Möhnesee auf der Landstraße 857 (Südufer) mit 126 Stundenkilometer gemessen. Die zulässige Geschwindigkeit in dem Bereich betrug allerdings 50. Er musste ein Bußgeld von 600 Euro zahlen, erhielt vier Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und drei Monate Fahrverbot. Und auch auf Bundesstraßen sind Raser nicht zu bremsen: Auf der B 517 bei Rüthen wurde ein Verkehrsteilnehmer mit 173 Stundenkilometer in einem Tempo-100-Bereich gemessen. Insgesamt weist die Statistik der Bußgeldstelle 20 Autofahrer aus, die zwischen 68 und 85 Stundenkilometern zu schnell unterwegs waren.

Die alljährliche Liste der übelsten Raser belegt die Notwendigkeit der Geschwindigkeitsüberwachung auf den heimischen Straßen. Hier ein Messfahrzeug des Kreises (Foto: Thomas Weinstock/Pressestelle Kreis Soest).

Die alljährliche Liste der übelsten Raser belegt die Notwendigkeit der Geschwindigkeitsüberwachung auf den heimischen Straßen. Hier ein Messfahrzeug des Kreises (Foto: Thomas Weinstock/Pressestelle Kreis Soest).

Unter Alkoholeinfluss am Steuer angetroffen wurden im vergangenen Jahr 218 Verkehrsteilnehmer, vier davon waren unter 21 Jahre. Die Gesamtzahl aller Verwarnungs- und Bußgelder, die 2013 von der Bußgeldstelle erhoben wurden, betrug 56.053. „Auch wenn wegen der Neuerungen in unserem Berechnungssystem keine absoluten Vergleichszahlen genannt werden können, zeigt sich doch, dass die Zahl der Buß- und Verwarngelder rückläufig ist“, erklärt Sachgebietsleiter Oliver Brandt. Er führt diese Entwicklung unter anderem darauf zurück, dass Blitzerstandorte veröffentlicht werden. Aber auch die 24-Stunden-Blitzmarathons der Polizei spielen eine Rolle. „Der Blitzmarathon wirkt, weil dadurch auf das Problem Geschwindigkeit aufmerksam gemacht wird.”

Insgesamt 915 Fahrverbote wurden ausgesprochen, 37 davon an Wiederholungstäter. Die Bußgeldstelle der Kreisverwaltung bearbeitet auch die Anzeigen der Polizei und rechnet neben der eigenen stationären und mobilen Geschwindigkeitsüberwachung auch die Starenkästen und Radarfahrzeuge der Stadt Lippstadt ab.

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