BalveMKSoziales und Bildung

Stadt Balve muss Räumlichkeiten für Flüchtlinge zur Verfügung stellen

Balve – Nach Aussagen der Bezirksregierung Arnsberg erreichen zurzeit über 5000 Menschen pro Woche NRW und müssen untergebracht werden.

Vor diesen Werten, die bis dato so noch nie erreicht wurden, steigt die Zahl der nach Balve zugewiesenen Flüchtlinge ebenfalls an.

Zurzeit beherbergt die Stadt Balve 118 Flüchtlinge aus vielen verschiedenen Ländern wie beispielsweise Serbien, Eritrea, Guinea, Albanien und Mazedonien.

Durch die mittlerweile sehr kurzfristigen Zuweisungen der Landesbehörden und die Anzahl der Personen, sind alle Wohnheime und Unterbringungsmöglichkeiten der Stadt Balve ausgeschöpft.

Um der kurzfristigen Zuweisung von Flüchtlingen nach Balve gerecht zu werden und den Menschen in unserer Stadt eine den Umständen entsprechende Unterbringung gewährleisten zu können, hat sich die städtische Verwaltung dazu entschieden, als kurzfristige Notunterkunft die „Murmketurnhalle“ für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge herzurichten.

Bereits in den 90er Jahren wurde, als Folge des Bürgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien, diese Turnhalle zur Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut.

Aus dieser Zeit ist die für die Unterbringung von Flüchtlingen notwendige Infrastruktur, wie Sanitäreinrichtungen, Wasser -und Kanalanschlüsse, zum Teil noch vorhanden.

Diese Umstände und die schnelle notwendige zeitliche Verfügbarkeit waren zwei wesentliche Kriterien, die die Wahl auf die Murmketurnhalle fallen ließen.

Für die derzeitige vereinsmäßige Nutzung und dem Schulsport werden z.Zt. alternative Nutzungsmöglichkeiten erarbeitet, um den Ausfall von Übungsstunden so gering wie möglich zu halten. Die betroffenen Vereine werden hierüber von der Stadt Balve informiert.

Wie lange diese Nutzung der Murmketurnhalle notwendig sein wird, kann aus heutiger Sicht noch nicht gesagt werden.

Der Rat der Stadt Balve wird sich allerdings, vor dem Hintergrund der stetig steigenden Zahlen von Flüchtlingen in Balve, in seiner nächsten Sitzung ausführlich mit weiteren mittelfristigen Konzepten beschäftigen.

Auf Basis einer weiteren mittelfristigen Unterbringungsmöglichkeit kann dann auch über eine Auflösung der Notunterkunft in der Murmketurnhalle nachgedacht werden.

Die Stadt Balve bittet alle Balverinnen und Balver, vor dem Hintergrund dieser hohen Zahl von Flüchtlingen um Verständnis für die Entscheidung, bittet aber vor allem auch um Verständnis, Toleranz und Mithilfe zur Eingliederung der zu uns kommenden Menschen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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