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Kreis Soest: Brücke zwischen Beruf und Kinderbetreuung bauen

Jobcenter kooperiert mit Familienzentrum Indianerland

Soest/Welver – Um Beruf und Familie erfolgreich miteinander zu vereinbaren, ist ein gut funktionierendes Netzwerk notwendig. „Vor allem wenn ein Elternteil kurzfristig eine Arbeit aufnehmen kann, ist schnelles Handeln gefragt. Dann wird oft zeitnah nach einer geeigneten Kinderbetreuung gesucht“, berichtete Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) am vergangenen Montag.

„In diesen Fällen greift nun die Kooperationsvereinbarung, die wir heute mit dem Familienzentrum Indianerland schließen. Denn eine Arbeitsaufnahme unserer Kunden darf nicht an der fehlenden Kinderbetreuung scheitern“, so der Geschäftsführer. Ähnlich sieht das auch die Leiterin des Familienzentrums Birgit Staib. „Das Leben ist nicht immer planbar und letztendlich kommt ein geregeltes Einkommen in der Familie allen zu Gute – den Eltern und den Kindern. Daher unterstützen wir gerne, soweit wir es im Rahmen unserer Vorgaben können.“

Auch die Betreuung der Flüchtlingskinder beschäftigt die beiden Kooperationspartner. „Es ist uns ein Anliegen, dass sich die Kinder und auch ihre Eltern langsam an Einrichtungen wie den Kindergarten gewöhnen“, sagte die Leiterin des Familienzentrums. „Daher planen wir sie und ihre Eltern einzuladen, nachmittags für drei Stunden zu uns zu kommen und in unseren Räumen zu spielen und das Familienzentrum behutsam kennenzulernen.“ Dabei bilden die sprachlichen Barrieren eine besondere Herausforderung. „Diese Herausforderung ist uns durch unsere tägliche Arbeit mit den Flüchtlingen auch bekannt“, so Steinmeier. „Doch ich bin mir sicher, dass sich diese Anstrengungen lohnen werden, denn wenn die Kinder sich wohlfühlen und öffnen, werden dies auch ihre Eltern langfristig tun und sich schnell in Deutschland zurecht finden.“

In dem Familienzentrum Indianerland in Welver werden 55 Kinder im Alter von einem bis zu sechs Jahren betreut. Für das kommende Kindergartenjahr können noch weitere Ü3-Kinder aufgenommen werden.

Zusammen engagieren sich Martin Steinmeier, (Geschäftsführer des Jobcenters AHA, hinten links), Sandra Vedder (Mitarbeiterin AHA, Mitte) und Birgit Staib (Leiterin des Familienzentrums, rechts) für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Foto: Elisabeth Bormann/AHA).
Zusammen engagieren sich Martin Steinmeier, (Geschäftsführer des Jobcenters AHA, hinten links), Sandra Vedder (Mitarbeiterin AHA, Mitte) und Birgit Staib (Leiterin des Familienzentrums, rechts) für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Foto: Elisabeth Bormann/AHA).

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