Hochsauerlandkreis. Gemeinsam an einem Tisch – Landrat Dr. Karl Schneider diskutierte mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege im Hochsauerlandkreis über die sozialpolitische Situation im Kreis. Teilnehmer der Runde im Kreishaus Meschede waren die Geschäftsführer der Caritas-Verbände Arnsberg, Meschede und Brilon, des Deutschen Roten Kreuzes in Arnsberg, Meschede und Brilon, der Diakonie Ruhr-Hellweg und der Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland/Soest.

Ein Ziel der Verbände ist unter anderem, die ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen im Kreis zukunftsfähig zu gestalten. Dazu sind Änderungen im Wohn- und Teilhabegesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (früher: Heimgesetz) sinnvoll. Der Hochsauerlandkreis wird auf Wunsch der Wohlfahrtsverbände ein Gespräch mit den Bundes- und Landtagsabgeordneten koordinieren. Dort sollen Vorschläge zur Änderung des Prüfverfahrens von stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten gemeinsam vorgestellt werden.

Die Verbände schilderten auch ihre Situation im Wettbewerb mit den privaten Anbietern. Dabei diskutierten die Fachleute den Fachkräftemangel im pflegerischen Bereich und die Altenpflegeausbildung insgesamt. Landrat Dr. Schneider informierte über die schwierige Haushaltssituation des Hochsauerlandkreises. Mehr als 70 Prozent des Gesamtbudgets von etwa 310 Millionen Euro werden für soziale Aufgaben aufgewandt. Um den Menschen zu helfen, die sich nicht alleine helfen können, sind das sinnvolle und notwendige Ausgaben.

Die enge Zusammenarbeit zwischen den Verbänden der Wohlfahrtspflege und dem Hochsauerlandkreis soll fortgesetzt werden. Dabei stehen auch Themen wie die Inklusion oder die Folgen des demografischen Wandels auf der Agenda.

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