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Mehr Lebensqualität durch Stärkung der Pflege

Finnentrop – Bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerhilfe Finnentrop und der AGIL Finnentrop, die im Rathaus der Gemeinde Finnentrop stattfand, referierte Barbara Vogt, Pflegedienstleitung der Caritas – Station Finnentrop, zum Thema „Pflegestärkungsgesetz – Mehr Geld und Hilfen für die Pflege“. Das seit dem 01.01.2015 wirksam gewordene 1. Pflegestärkungsgesetz beinhaltet Leistungsverbesserungen für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige, und zwar im Bereich der häuslichen Pflege als auch im ambulanten und stationären Bereich. In ihrem Referat vor über 60 Zuhörern ging sie nach den Erläuterungen zu den Veränderungen der letzten Jahre im Bereich der Pflegeversicherung detailliert auf die neuen rechtlichen Regelungen ab dem 01.01.2015 ein.

Die zentralen Verbesserungen sind:

  • Alle Leistungsbeträge der Pflegeversicherung werden um 4% angehoben
  • Jeder, der eine Pflegestufe hat, wird künftig einen zusätzlichen Betreuungsbetrag von 104 Euro pro Monat erhalten
  • Bessere Kombination von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege
  • Ausbau der Tages- und Nachtpflege
  • Stärkung niedrigschwelliger Betreuungs- und Entlastungsangebote
  • Erhöhung der Zuschüsse für Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmittel
  • Mehr zusätzliche Betreuungskräfte in voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen
  • Unterstützung neuer Wohnformen
  • Erweiterung des Leistungsanspruchs für Demenzkranke

Im Anschluss an ihren Vortrag stellte sich Frau Vogt den aufgekommenen Fragen, die für angeregte Diskussionen sorgten, die aber auch im Austausch direkt mit der Referentin beantwortet wurden.

Wer pflegebedürftig wird, will gerne in der vertrauten Umgebung bleiben, und viele betroffene Familien wünschen sich, ihre Angehörigen zu Hause versorgen zu können. Das neue Gesetz enthält eine Reihe von Regelungen, die die Situation Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen verbessert. Gute Pflege heißt, dass Pflegebedürftige möglichst passgenau Unterstützungen abrufen können, die ihren besonderen Bedürfnissen gerecht werden. Das bedeutet vor allem mehr Lebensqualität für Pflegebedürftige und Entlastungen insbesondere für pflegende Angehörige.

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Monika Wiechers, Fachstelle für Seniorenarbeit der Gemeinde Finnentrop (Telefonnummer: 02721/512-205) zur Verfügung.

Foto: Gemeinde Finnentrop
Foto: Gemeinde Finnentrop
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