Infoveranstaltung am 10. März 2015 im Jobcenter AHA Soest

Soest – Das Landesprogramm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) fördert die Vereinbarkeit von Berufsausbildung und Kindererziehung, aber auch Pflege. Ein Projekt, das auf eine Ausbildung in Teilzeit vorbereitet, ist voraussichtlich auch im Kreis Soest möglich. Eine Informationsveranstaltung hierzu findet am Dienstag, 10. März 2015, um 9 Uhr im Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv, Paradieser Weg 2 in Soest, statt. Das teilt die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland mit.

„Das Projekt, das voraussichtlich in Soest angeboten werden soll, richtet sich an Frauen und Männer, die wegen Elternschaft und Kinderbetreuung oder auch der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger eine betriebliche Ausbildung abbrechen oder gar nicht erst beginnen konnten“, erläutert Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland. „Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales will mit TEP die Möglichkeit der Teilzeitberufsausbildung bei Menschen ohne Erstausbildung mit Elternpflichten oder mit Pflegeaufgaben, aber auch bei Ausbildungsbetrieben bekannt machen. Zwischen ihnen sollen betriebliche Ausbildungsverhältnisse in Teilzeit angebahnt werden.“

Teilnehmen können arbeitslose Frauen und Männer ohne (abgeschlossene) Ausbildung, aber auch Berufsrückkehrende, die keine Leistungen vom Jobcenter oder von der Arbeitsagentur erhalten. Weitere Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer für die Pflege einer Angehörigen Person oder die Betreuung von einem im eigenen Haushalt lebenden Kind verantwortlich sind. Zudem müssen sie aufgrund guter Vorbildung geeignet sein, nach einer kurzen Vorbereitungszeit eine Ausbildung in Teilzeit anzufangen. Bei Bedarf werden die Teilnehmer auf den Übergang in eine Teilzeit-Ausbildungsstelle über einen Zeitraum von vier bis maximal sechs Monaten vorbereitet, beispielsweise mit einer Berufswegeplanung, einem Bewerbungstraining, der Jobmappe NRW, Selbstlernmöglichkeiten, Coaching oder betrieblichen Praktika. Außerdem erhalten die Teilnehmer Unterstützung bei der selbständigen Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit und werden als Auszubildende über maximal acht Monate in der betrieblichen Teilzeitausbildung begleitet.

Bei der Maßnahme TEP handelt es sich nicht um eine Berufsausbildung, sondern um die Vorbereitung auf eine Teilzeitausbildung und die Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche. Die Ansprechpersonen beim Maßnahmeträger geben unter anderem Hilfestellung für die Auszubildenden, die Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und die zuständigen Stellen wie Kammern. Die Teilnehmer werden dabei unterstützt, Familie und Anforderungen der betrieblichen Teilzeitausbildung miteinander zu vereinbaren.

Weitere Informationen und Anmeldungen zu der Informationsveranstaltung sind bei Ursula Rode-Schäffer, Telefon 02921/303499, möglich. Gefördert wird das ESF-kofinanzierte Landesprogramm TEP vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW im Rahmen des Handlungsprogramms „Brücken bauen in den Beruf“.

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