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Senior fällt mehrfach auf Gewinnversprechen herein

Lüdenscheid – Ein 84-jähriger Lüdenscheider ist auf ein falsches Gewinnversprechen hereingefallen. Aufmerksame Bank-Mitarbeiter bewahrten ihn davor, denselben Fehler am Donnerstag (23.07.2020) noch einmal zu begehen. Am Mittwoch und Donnerstag meldeten sich verschiedene Glücksboten bei ihm am Telefon. Er sollte angeblich eine fünfstellige Geldsumme gewonnen haben. Dafür müsse er jedoch zunächst eine niedrige vierstellige Summe “Gebühren” transferieren. Erst nach langem Zureden und vielen Erklärungen konnte die Polizei seine Anzeige aufnehmen. Wie im Verlauf des Gesprächs mit der Kriminalpolizei herauskam, hatte der Senior vor vier Wochen schon einmal eine telefonische “Gewinnbenachrichtigung” bekommen. Im Auftrag der Betrüger kaufte er Guthabenkarten und gab den Tätern die Codes durch. Von einem Gewinn hat er seitdem nichts mehr gehört.

Der Ablauf dieses Gewinnversprechens zeigt: Wer einmal auf Betrüger hereingefallen ist, darf sich keinesfalls sicher fühlen vor weiteren Betrugsversuchen. Deshalb gelten weiter die dringenden Warnungen der Polizei. Solche betrügerischen Anrufe kommen täglich mehrfach vor im Märkischen Kreis. Betrüger wählen oft Senioren aus. Die Unbekannten geben sich mal als falsche Polizeibeamte aus, mal als Enkel oder Freundin. Oder sie versprechen hohe Gewinne, obwohl die Opfer an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben. Die Betrüger gehen dabei so geschickt vor, dass selbst vorgewarnte Senioren den Anrufern Glauben schenken.

Seriöse Gewinnspiel-Veranstalter verlangen keine “Gebühren” – erst recht keine Zahlungen über internationale Zahlungsdienste, die das Geld in anonyme Kanäle fließen lässt. Also: Nicht zahlen! Keine Rückrufe bei kostenpflichtigen Nummern!

Fragen Sie gezielt nach Namen, Veranstalter und Adresse des Verantwortlichen sowie der Art des Gewinnspiels. Im Zweifel sollten sich Senioren mit Nachbarn oder Verwandten besprechen und Rat holen. Geben Sie keine persönlichen Informationen preis, zum Beispiel über Vermögensverhältnisse oder Kontonummern!

Betrüger suchen oft in den üblichen Telefonverzeichnissen nach älter klingenden Vornamen. Wer seinen Vornamen im Telefonbuch abkürzt und seine Adresse weglässt, der verringert die Gefahr solcher betrügerischen Anrufe. Bekannte oder Verwandte kennen die Nummer ohnehin.

Quelle: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: [email protected] für unsere Leser erreichbar.

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