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Wilhelmstraße: Wagemeyer erklärt „Flickenteppich“

Lüdenscheid – Der aktuelle Zustand der Wilhelmstraße hat in den sozialen Netzwerken massive Kritik ausgelöst. In einer Videobotschaft erklärt Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, warum der „Flickenteppich“ vorübergehend sinnvoll und was für die Einkaufsstraße geplant ist. Außerdem geht das Lüdenscheider Stadtoberhaupt auf den Leerstand in der Innenstadt ein.

Schön oder einladend sei die Wilhelmstraße derzeit nicht angesichts der Mischung aus gepflasterten Bereichen, Asphalt und Split, räumt Wagemeyer ein. Gleichzeitig betont er aber: „Das ist kein Zustand, der dauerhaft geplant ist.“ Vielmehr handle es sich um notwendige Vorbereitungen: Die Wilhelmstraße soll komplett neu gepflastert werden. Und damit der neue Untergrund hinterher nicht noch einmal aufgerissen werden muss, sollen zunächst sämtliche Arbeiten an Kanälen und Versorgungsleitungen abgeschlossen werden, erklärt der Bürgermeister den „Flickenteppich“.

Die Baumaßnahmen auf der Wilhelmstraße sind laut Wagemeyer ein zentraler Bestandteil zur Umgestaltung der Alt- und Innenstadt. Umfangreiche Informationen zum Integrierten Handlungskonzept Altstadt (IHKA), das die Verwaltung zusammen mit Anwohnern und Akteuren der Innenstadt entwickelt hat, finden sich online, unter anderem auf der Website „Mensch Altstadt“.

Die Erneuerung der Innenstadt soll die Attraktivität der City steigern und dabei helfen, wieder Leben und Angebote in die derzeit leerstehenden Ladenlokale zu bringen, so Wagemeyer weiter. Die Folgen der Corona-Pandemie, die Vollsperrung der A45 und auch die mitunter nicht ganz einfache Kontaktaufnahme mit Immobilienbesitzern erschwerten die Situation. Aber: Die städtischen Wirtschaftsförderer und die Wirtschaftsförderung Kreisstadt Lüdenscheid (WKL) arbeiteten intensiv zusammen an der Vermittlung von Geschäftsräumen.

Gleichzeitig betont der Bürgermeister: „Wir alle können dazu beitragen Leerstände zu verhindern.“ Sein Appell: weniger online einkaufen und stattdessen mehr die Angebote vor Ort nutzen, auch die gastronomischen. Das sei eine wesentliche Unterstützung für diejenigen, die „versuchen, mit ihrem Angebot auch unsere Stadt (…) zu bereichern“. Zumal Lüdenscheid auch jetzt mit dem inhabergeführten Einzelhandel und dem Stern-Center einiges zu bieten habe, so Wagemeyer.

Hintergrund der Videobotschaft: Vor wenigen Tagen kursierte in sozialen Netzwerken und beim Messenger-Dienst WhatsApp ein Foto, das die untere Wilhelmstraße in ihrem jetzigen Zustand zeigt. Der Text, der in das Bild eingefügt ist, vergleicht das Aussehen der Einkaufsstraße mit dem Zustand von Kriegs- und Krisengebieten. Das Foto wurde vielfach geteilt und kommentiert. Tenor: scharfe Kritik am allgemeinen Zustand der Innenstadt, vor allem am Leerstand. Verständnis für das Foto und die darin vermittelte Botschaft habe er nicht, stellt Wagemeyer in dem Video klar. Er wünsche sich eine sachliche und faktenbasierte Auseinandersetzung.

Quelle: Stadt Lüdenscheid

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: [email protected] für unsere Leser erreichbar.

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