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Wenn das Geld knapp ist

Verein für Heimatkunde mit Vortrag zu einem städtischen „Dauerbrenner“

Geseke. Der Dreißigjährige Krieg brachte für die Kleinstadt Geseke nicht nur den großen „Triumph“ mit der erfolgreichen Verteidigung gegen den Tollen Christian, sondern auch große Geldsorgen: Ausgaben für die Verteidigung und Kontributionen trieben den städtischen Kämmerern angesichts des riesigen Schuldenberges die Sorgenfalten über Jahrzehnte und Jahrhunderte auf die Stirn.

Seit 1629 sind die städtischen Kämmereiregister erhalten und damit befasst sich Prof. Dr. Wilfried Reinighaus, lange Jahre oberster Archivar in Nordrhein-Westfalen.

Der Titel des Vortrags lautet: Das Geseker Kämmereiregister von 1629. Finanzen und Haushalt der Stadt im Dreißigjährigen Krieg und später.

Behandeln wird der Kenner der Westfälischen Geschichte die Finanzlage der Stadt bis in das 19. Jahrhundert hinein. Die Stadt schleppte wegen des 30jährigen Krieges einen Schuldenberg vor sich her, der erst nach 1844 abgebaut wurde. Die Bedie-nung der aufgenommenen Kredite verhinderte nach 1648 die notwendigen Reparaturen und die Erneuerung der Infrastruktur. Der Gegenwartsbezug dieser Lage hat selbst den Referenten überrascht.

Aber der Vortrag wird kein Bericht über trockene Zahlen: Über die Finanzfragen hin-aus spiegelt das Kämmereiregister den Alltag und das Leben der Geseker in dieser Zeit. Auch werden erste Erkenntnisse zur Geseker Wirtschaftsgeschichte in der Zeit vor 1850 dargestellt. Damit greift der Referent seinem grundlegenden Artikel vor, den er derzeit für die geplante Stadtgeschichte Gesekes vorbereitet.

Der Vortrag beginnt am Donnerstag, 22. Januar, um 18.30 Uhr im Vortragsraum der Sparkasse an der Bachstraße. Dazu sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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