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Westkalk zeigt Einsatzmöglichkeiten von Geoinformationssystem

Wirtschaftsministerium zu Gast im virtuellen Steinbruch
Datenbank hilft bei der optimalen Abbauplanung

Warstein – Geodaten sind für Westkalk zu einem wichtigen Baustein des Unternehmens geworden. Ministerialdirigent Dr. Andreas Goerdeler vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie war jetzt zusammen mit zahlreichen Verbandsvertretern zu Gast in Warstein, um sich die vorbildlichen Einsatz des Geoinformationssystems vor Ort im Steinbruch anzuschauen. Er konnte dabei auch nachvollziehen, wie wichtig die Datenbank für die Betriebsführung und Überwachung der Genehmigungsauflagen des Unternehmens ist.

WESTKALK-Geschäftsführer Franz-Bernd Köster und Qualitätsmanager Peter Dolch führten die Gäste zunächst durch die reale Abbaustätte. Anschließend wurde der Steinbruch in der virtuellen Geoinformationswelt gezeigt. Ein Geoinformationssystem (GIS) ist ein Computerprogramm, das ermöglicht, auf Basis einer digitalen Karte auf eine Vielzahl an Informationen zurückzugreifen. „Das GIS führt bei uns zu einer erheblichen Erleichterung des Arbeitsalltags. Entscheidungswichtige Daten haben wir mit wenigen Mausklicks auf dem Bildschirm. Früher mussten wir uns dafür noch durch zahlreiche Akten arbeiten und alles von Hand berechnen“, erklärt Peter Dolch. Die Vorstellung vor Vertretern des Ministeriums und der Verbände sollte den realen Einsatz des Werkzeuges „GIS“ in der Praxis demonstrieren, um auch die Weiterentwicklung durch die entsprechenden Gremien zu fördern. Das scheint gelungen zu sein.

Foto: Westkalk
Foto: Westkalk

WESTKALK-Geschäftsführer Franz-Bernd Köster (2. von links) erklärt Katja Schaber-Mohr (Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden e.V.) Ministerialdirigent Dr. Andreas Goerdeler (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und Dr. Olaf Enger (Geschäftsführer des Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V.) die Vorteile von Geodaten für die Arbeit im Warsteiner Steinbruch.

Im onlinebasierten GIS-System von Westkalk sind alle wichtigen, die Lagerstätten betreffenden Daten des Unternehmens, zentral hinterlegt und sind von allen Computern jederzeit abrufbar. Dazu gehören sowohl Dokumentation von Rohstoffvorkommen, Abbaugenehmigungen und Grundstücksinformationen als auch die fortwährend aktualisierten Vermessungsdaten. Gleichzeit kann das Unternehmen auch auf alle öffentlich verfügbaren und relevanten Geodaten zugreifen. Mit diesem zusätzlichen Service der Rohstoffverbände sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen gestärkt werden.

Westkalk hat die Vorteile erkannt: Seit einigen Jahren nutzt das Steinbruch-Unternehmen diese umfangreiche Datenbank auch zu Planung seiner Renaturierungsmaßnahmen und zur Abbauplanung, um die genehmigungsrechtlichen Vorgaben des Gewässerschutzes genauestens einhalten zu können. So laufen zum Beispiel die Daten der mehr als 80 Grundwassermessstellen in den Steinbrüchen automatisch in das GIS ein. Ein weiterer kontinuierlicher Ausbau der Datenbank ist geplant. Westkalk erwartet sich mit dieser Maßnahme auch in Zukunft noch zahlreiche massive Optimierungseffekte und Arbeitserleichterungen.

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