Folgt man den Experten von „Moventum“, einem Portfoliodienstleister aus Luxemburg, so wird das Jahr 2018 als „besonders schweres Jahr für Multi Asset-Portfolios“ in Erinnerung bleiben. „Aktuell befinden sich alle Anlageklassen im Minus. Das letzte Mal konnten wir das vor rund zehn Jahren beobachten, also im Krisenjahr 2008. Natürlich werden jetzt Erinnerungen wach, doch die Lage ist heute stabiler als noch vor einem Jahrzehnt“, so Sascha Werner, der Portfoliomanager bei „Moventum“.

2018 erinnert an das Krisenjahr 2008

Das Jahr 2018 mag zwar noch nicht vorbei sein, das Ergebnis ist aber schon deutlich zu erkennen: Wer sich für verschiedene Anlageklassen entschieden hat, um am Ende eine breite Streuung zu bekommen, damit zwischenzeitliche Wertverluste einer Assetklasse durch die Gewinne bei einer anderen Assetklasse abgefangen werden können, wird im Jahr 2018 keine Chance gehabt haben, etwaige Verluste zu vermeiden.

Im Jahr 2018 sind – so wie zuletzt vor zehn Jahren – alle Anlageklassen nach unten gelaufen. Nur die US Aktien haben einen halbwegs positiven Ergebnisbeitrag geschafft. Andere Anlageklassen lagen Ende November im Minus oder bei null. All jene, die der Meinung waren, die Anlageklassen werden eine voneinander unabhängige Wertentwicklung haben, wurden 2018 maßlos enttäuscht. Nicht einmal Gold konnte sich dem allgemeinen Abwärtssog entziehen und lag Anfang November im Minus.

Brexit, Strafzölle und Italien – auch 2019 wird spannend werden

Natürlich erinnern derartige Entwicklungen an das Krisenjahr 2008. Damals waren es gerade einmal die Staatsanleihen, die eine positive Wertentwicklung erzielen konnten. „Von einer Krise sind wir aber weit entfernt“, so Werner. Trotz Brexit, Italien-Ungewissheit und Strafzöllen kann die aktuelle Situation nicht mit dem Jahr 2008 verglichen werden. „Die Marktentwicklung wird aktuell mehr durch Emotionen getrieben“, weiß der Portfoliomanager. Aktuell würden Portfolios mit einer höheren Aktiengewichtung, die somit automatisch ein offensiveres Risikoprofil haben, eine bessere Wertentwicklung als Portfolios haben, die nur eine niedrigere Aktiengewichtung aufweisen.

Aktien sind eine Alternative zu den klassischen Anlageprodukten

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FirmBee / pixabay.com

Wer eine Alternative zum Sparbuch oder Tages- wie Festgeldkonto sucht und sich mit dem Thema Aktien befasst, der wird – vor allem bei näherer Betrachtung – relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass Wertpapiere dann empfohlen werden können, wenn ein langfristiger Anlagehorizont verfolgt wird.

Hätte man zwischen den Jahren 1996 und 2015 in den DAX investiert, so hätte man eine durchschnittliche Jahresrendite von 8,1 Prozent erzielt. Schlussendlich konnte der DAX zehnmal eine Rendite von über 20 Prozent/Jahr erzielen – in drei Jahren musste jedoch ein Verlust von über 20 Prozent hingenommen werden. Wer in Aktien investiert, der braucht ein Depot bei einem Online Broker. Hat man noch keinen Anbieter, so lohnt sich ein Vergleich über aktiendepot.com.

Fakt ist: Auch wenn Verluste möglich sind, so gehören Aktien dennoch zu den vielversprechendsten Alternativen – folgt man nämlich den derzeitigen Prognosen, so wird die Niedrigzinspolitik der EZB nämlich auch im Jahr 2019 fortgesetzt werden.

Auch Cannabis-Aktien haben enttäuscht

Auch jene Investoren, die ihr Geld in die erfolgversprechenden Cannabisaktien gesteckt haben, mussten sich jetzt eingestehen, dass die großen Erfolge ausgeblieben sind. Auch wenn hohe Umsatzzahlen erzielt wurden – so konnte Aurora Cannabis ein Umsatzwachstum von mehr als 260 Prozent verbuchen -, so kletterten die Aktienkurse dennoch nicht nach oben.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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