Für viele Menschen stellt die Küche das Zentrum der Wohnung oder des Hauses dar. Hier werden die Speisen zubereitet, und wenn es in der Küche einen Tisch gibt, dann bildet sie zudem den Ort, an dem die Familie zum Essen zusammenkommt. Weil viele Küchenbesitzer darauf schwören, moderne Geräte zu besitzen, stellt es bei der Einrichtung des Raumes eine große Herausforderung dar, dass beispielsweise der Kühlschrank zu den Möbeln passt. Ein High-Tech-Gerät verträgt sich optisch möglicherweise nicht mit einem rustikalen Einrichtungsstil. Eine empfehlenswerte Lösung wäre es daher, ebenfalls auf moderne Möbelstücke zu setzen oder alternativ die Großgeräte mit Holz zu verkleiden. Dann kommt aber nicht die oftmals ansehnliche Front des Kühlschranks zur Geltung.

Während man bei der Möblierung der Küche die freie Wahl hat, sollte bei den Küchengeräten ein Kriterium im Vordergrund stehen: die Energieeffizienz-Klasse. Sie dient der Beurteilung des Verhältnisses aus Energieverbrauch und Leistung, das ein Gerät aufweist. Ein Kühlschrank, der viel Strom benötigt, um seinen Dienst zu tun, wird demnach in einer anderen Klasse geführt als einer mit geringerem Verbrauch. Um die Energieeffizienz eines Geräts auf den ersten Blick einschätzen zu können, hat die EU bereits 1995 das Energielabel für Elektrogeräte eingeführt.

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Die Kennzeichnung erfolgt sowohl mit Buchstaben als auch mit Farben, wobei die Skala zunächst von A (grün) über D (gelb) bis G (rot) verlief. Bei einer Überarbeitung im Jahr 2010 wurden die Energieeffizienz-Klassen E, F und G gestrichen und stattdessen die Klassen A+++, A++ und A+ eingeführt. Diese drei sind nun auf dem Label in unterschiedlichen Grüntönen präsent, während Klasse A gelb und die Klassen B bis D in Orange oder Rot erscheinen. Wie effizient das jeweilige Gerät mit der zugeführten Energie umgeht, wird mit einem Pfeil neben der Skala angezeigt. Zusätzlich ist der Pfeil mit der entsprechenden Energieklasse, also beispielsweise A+++ oder B, beschriftet. Dem unteren Teil des Labels kann der Besitzer zudem die Angabe entnehmen, wie hoch der jährliche Energieverbrauch in Kilowattstunden ist.

Umweltbewusste Käufer sollten darauf achten, dass sie sich nur Küchengeräte in grünen Energieeffizienz-Klassen zulegen. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. Denn wenn ein Gerät verhältnismäßig wenig Energie verbraucht, macht sich das positiv auf der Stromrechnung bemerkbar. Wer sich im Internet einen Kühlschrank oder ein anderes Küchengerät kauft, der findet in der Beschreibung meist auch die Energieeffizienz. Fehlt diese, dann ist es häufig per Internet-Suche möglich, diese Information zu erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, dann empfiehlt es sich, ein anderes Gerät ins Auge zu fassen. Andernfalls erlebt man spätestens dann eine böse Überraschung, wenn die Stromrechnung zu begleichen ist.

Übrigens steht in Kürze eine neuerliche Überarbeitung der Energieeffizienz-Klassen an. Spätestens im Jahr 2021 sollen die „A-Plus-Klassen“ wieder verschwinden, da eine Rückkehr zur Skala von A bis G geplant ist. Dies erfordert eine neue Sortierung der Geräte auf dem Markt, macht Kunden jedoch die Kaufentscheidung leichter. Neu wird auch sein, dass sich auf dem Label ein QR-Code befindet. Wer diesen scannt, landet auf der so genannten EPREL-EU-Datenbank, die nützliche Informationen über die Energieeffizienz-Klassen enthält. Hersteller sind verpflichtet, alle ihre Geräte in die Datenbank einzutragen, was die Transparenz zusätzlich erhöht.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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