Olsberg. Mit einer kleinen Feierstunde hat die Firma Olsberg am gleichnamigen Produktionsstandort ihre neue Halle eingeweiht. Diese bietet fortan der Instandhaltung und der betriebseigenen Ausbildungswerkstatt Platz. Direkt darüber, im Obergeschoss der Halle, wird das Zentrallager für die Instandhaltung untergebracht. Insgesamt investierte die Firma Olsberg für das Gebäude mit 1.000 m2 Grund- und 1.400 m2 Nutzfläche 1,2 Millionen Euro.   

Zur Einweihungsfeier waren Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie die am Hallenbau beteiligten Planer und Handwerker erschienen. Pastor Norbert Lipinski von der Gemeinde St. Nikolaus hatte sich bereit erklärt, die Halle vor der offiziellen Inbetriebnahme zu segnen. „Gott ist nicht nur in der Kirche, sondern auch am Arbeitsplatz zu finden. Er sorgt fortwährend für Schutz und Sicherheit. Wenn sich die Mitarbeiter in der neuen Halle auf die christlichen Werte besinnen, dann entsteht dort eine Arbeitsatmosphäre, die durch einen respektvollen Umgang miteinander und kollegiale Hilfsbereitschaft geprägt ist“, sagte er.    

Die Halleneinweihung stellte den Auftakt des mittelfristigen Investitionsprogramms für den Gießerei-Bereich bei Olsberg dar. Zentraler Punkt dabei ist der dringend notwendige Bau einer neuen Großkernmacherei inklusive zweier so genannter „Kernschießmaschinen“. Die Großkernmacherei soll am alten Standort der Instandhaltung errichtet werden. Derzeit bereitet das Familienunternehmen den dafür erforderlichen Genehmigungsantrag vor.   

Dr. Volker Schulte, Prokurist und Technischer Leiter bei Olsberg, dazu: „Die neue Produktionsstätte ist von maßgeblicher Bedeutung für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit. Es wäre hochgradig fahrlässig, wenn wir die Entwicklungen auf dem Markt ignorieren. Wir hoffen nun, dass die Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde dieses Vorhaben positiv begleitet.“   

Das Olsberger Traditionsunternehmen will mit der neuen Großkernmacherei auf die veränderten Produktanforderungen des Marktes reagieren. Dieser erwartet immer anspruchsvollere Geometrien der Gussteile. Dafür sind zunehmend größere und komplexere Kerne erforderlich.   

Ulrich Herrmann, Technischer Leiter Gießereitechnik bei Olsberg, betont, dass die Öffentlichkeit transparent und fortlaufend über die Pläne des Familienunternehmens informiert wird. „Offenheit und Dialogbereitschaft sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmensphilosophie.“   

So leitet sich der Anspruch Olsbergs ab, bei der Ausbildung des eigenen Nachwuchses für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen. Insofern ist die Unterbringung der Ausbildungswerkstatt in der neuen Halle kein Zufall. „Wir heben die betriebliche Ausbildung damit ganz bewusst auf ein höheres Level“, erklärt Herrmann dazu. Die neue Werkstatt verfüge sowohl über einen einladenden Schulungsraum als auch ein modernes Maschinen- und Werkzeug-Equipment. Ein weiterer Vorzug sei die räumliche Nähe zur Instandhaltung. „Da alles gebündelt an einem Ort ist, kann die Zusammenarbeit noch intensiver werden als zuvor“, erklärt Herrmann.    

Beim Fräsen, Drehen, Bohren, Schweißen, Anlagen- und Steuerungsbau sowie deren Programmierung solle den Lehrlingen stets bewusst sein, welchen Stellenwert diese praktischen Tätigkeiten im betrieblichen Alltag haben, so der Technische Leiter Gießereitechnik. „Unsere Auszubildenden werden direkt in die Prozesse eingebunden. Niemand arbeitet hier nur für die Berufsschul-Galerie.“   

Die Bedeutung einer praxis- und fertigungsnahen Ausbildung stellte auch Olsberg-Geschäftsführer Ralf Kersting in seiner Begrüßungsansprache heraus und würdigte gleichsam das große Engagement von Lehrlingen und betriebseigenen Ausbildern. 

 

Quellennachweis: Ewald Prünte / Marc Wiegand

 

 

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