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OB Jörg Dehm lädt am Freitag zum ersten Spatenstich für die Bahnhofshinterfahrung ein

Hagen, 20. März 2012 – Der Startschuss für die Arbeiten am größten Hagener Straßenbau- und Stadtentwicklungs­projekt der letzten Jahrzehnte steht unmittelbar bevor: Umrahmt von einem zünftigen Fest am kommenden Freitag, 23. März, ab 14 Uhr wird Oberbürgermeister Jörg Dehm den symbolischen ersten Spatenstich für die Bahnhofshinterfahrung vorneh­men. Dem immensen Umfang dieser rund achtjährigen Baumaß­nahme ange­messen, soll dies mit einem mächtigen Bagger geschehen.

Bevor es soweit ist, wartet auf die sicherlich zahlreichen Gäste – unter ihnen Hagens Ehrenbürgerin Frau Dr. h.c. Liselotte Funcke sowie Regierungspräsident  Dr. Gerd Bollermann – ein kleines, musikalisch begleitetes Programm in der ehemaligen VARTA – Kantine an der Dieckstraße 42. Nach einer Begrüßung durch OB Jörg Dehm wird dort der Technische Beigeordnete der Stadt, Thomas Grothe, einen Überblick in Wort und Bild über die einzelnen Bauphasen der Bahnhofshinterfahrung geben. Auch ein kurzer Film mit einer Simulation zur künftigen Trassenführung wird zu sehen sein.

Bis Ende 2019 – so die Planungen – soll die gut 1,6 Kilometer lange Hinterfahrung fertig gestellt sein. Die Gesamtkosten von gut 65 Millionen Euro werden zu rund 70 Prozent bezuschusst. Am 11. Oktober letzten Jahres hatte der Arnsberger Regierungspräsident dazu dem Hagener OB einen Förderbescheid in Höhe von 42,5 Millionen Euro übergeben.

Mit der Fertigstellung der Hagener Bahnhofshinterfahrung werden gleich mehrere wichtige Städtebauziele verfolgt. Als innerstädtische Entlastungsstraße zwischen Wehringhausen und Eckesey konzipiert, soll sie für eine deutliche Reduzierung des Durchgangsverkehrs in der Hagener Innenstadt sowie in Wehringhausen sorgen. Damit sollen insbesondere die Schadstoffbelastungen im Bereich des Graf-von-Galen-Rings und der Wehringhauser Straße nachhaltig gesenkt werden. Gleichzeitig sollen bislang brachliegende Gewerbeflächen in Wehringhausen sowie westlich des Hauptbahnhofs reaktiviert und leistungsfähig an den Verkehr angebunden werden. Und auch eine merkliche Verbesserung der verkehrlichen Erreichbarkeit des Hagener Hauptbahnhofs wird erreicht. Eine Renaturierung der Ennepe und weitreichende Hoch­wasserschutzmaßnahmen runden das Mammutpro­jekt schließlich ab.

OB Jörg Dehm: „Ich lade alle Interessierten Bürgerinnen und Bürger zum ersten Spatenstich ganz herzlich ein. Schließlich soll die künftige Bahnhofshinter­fahrung von Beginn an fest in der Wahrnehmung der Hagener verankert sein.“

Stärken können sich die Gäste in der ehemaligen VARTA – Kantine übrigens mit Curry- und Bratwürst­chen, Brezeln, Kaffee und Kuchen sowie alkoholfreien und alkoholreichen Getränken zu einem volkstümlichen Preis von jeweils einem Euro.

Nach dem symbolischen Auftakt am Freitag werden dann die Vorbereitungen für die ersten konkreten Baumaßnahmen anlaufen. Dabei steht zunächst der Abbruch der ehemaligen VARTA – Hallen an.

Zeitlicher Ablaufplan der Bahnhofshinterfahrung Hagen

 

(Stand März 2012)

 

 

Dezember 2011

 

Die Abbrüche der ehemaligen Betriebsgebäude der Varta AG (blaue Halle, Leichtbauhalle, Kantine usw.) sind europaweit öffentlich ausgeschrieben. Von 71 Firmen wurden die Leistungsverzeichnisse angefordert.

 

 

Februar 2012

 

Die Submission (1.2.2012) der o. g. Ausschreibung erfolgte. 35 Bieter haben ein Angebot für die umfangreichen Abbrüche (ca. 155.000 m³ umbauten Raum) abgegeben.

 

 

April 2012

 

Die Abbrucharbeiten aus der ersten Ausschreibung können nach der Räumung der Gebäude durch die Firma Hawker (15.März) Anfang April beginnen. Der entsprechende Auftrag wurde am 15.3.2012 an die Abbruchfirma Linkamp aus Anröchte erteilt. Die gesamte Bauzeit beträgt ca. 35 Wochen. Wesentliche Teile der Auftragssumme werden aus den Verwertungserlösen des vorhandenen Altmetalls abgedeckt.

 

 

Mai 2012

 

Der ehemalige erste Bauabschnitt der Bahnhofshinterfahrung, welcher sich von der Dieckstraße bis in nördlicher Richtung zur heutigen Weidestraße erstreckt und die neue Anbindung Kuhlestraße beinhaltet, wird Ende Mai ebenfalls europaweit öffentlich ausgeschrieben.

Die veranschlagten Kosten für diesen ersten Bauabschnitt der Bahnhofshinterfahrung betragen ca. 18 Mio. Euro.

Wesentliche Teile dieser Ausschreibung sind der Neubau der Brücke Anbindung Kuhlestraße, Umgestaltungen und Errichtung neuer Ufermauern an der Ennepe, Erstellung eines Dükers, Lärmschutz- und Bodenmanagementmaßnahmen, die „Hot-Spot-Sanierung“, umfangreiche Straßen- und Kanalbauarbeiten zwischen Dieck-, Weide- und Wehringhauser Str. und der Rückbau Brücke Weidestraße.

 

Oktober 2012

 

Die Bauarbeiten des ehemaligen ersten Bauabschnitts beginnen und werden mit den oben aufgelisteten Maßnahmen ca. 39 Monate andauern.

 

 

März 2015

 

Der zweite Abschnitt wird begonnen. Er erstreckt sich von der Weidestraße über die ehemalige Bahntrasse bis hin zur Brücke über die Volme.

Die belasteten Flächen hinter dem Hauptbahnhof werden saniert (AAV). In diesem Abschnitt werden u. a. drei Brückenbauwerke über die Ennepe und Volme erstellt.

Die Bauzeiten der einzelnen Abschnitte (inkl. der Gebäudeabbrüche) werden sich aufgrund der vorgegebenen Gesamtbauzeit überschneiden.

 

 

Dezember 2015

 

Der erste Bauabschnitt wird abgeschlossen.

Die Verkehrsbelastung auf der Wehringhauser Str. wird durch die neuen Verkehrsbeziehungen zu diesem Zeitpunkt schon deutlich verringert.

 

 

Januar 2017

 

Baubeginn des dritten und letzten Straßenteils. Er besteht im Wesentlichen aus dem großen Brückenbauwerk (inkl. der Stützwände) über die Bahngleise an der Eckeseyer Straße. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt hierfür rund drei Jahre.

 

 

Ende 2019

 

Die Bahnhofshinterfahrung Hagen, welche sich auf einer Länge von 1,64 km erstreckt, wird voraussichtlich im Dezember 2019 eröffnet. Die Gesamtbauzeit beträgt dann rund 8 Jahre. Die Baukosten (inkl. Grunderwerb und Planung) belaufen sich auf 65,1 Mio. Euro und werden zu ca. 70% des zuwendungsfähigen Kostenanteils gefördert.

 

Quelle: Thomas Bleicher, M.A. Pressesprecher der Stadt Hagen

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