Kreis Olpe. „In allen Rettungsdienstbereichen im Kreis Olpe ist der Rettungsdienst mit Ausnahme von Attendorn nicht schnell genug an den Notfall-Einsatzorten“; erklärt die stellv. Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Olpe, Renate Kraume. Bei einer Klausurtagung beschäftigten sich jetzt die SPD-Kreistagsmitglieder ausführlich mit dem Rettungsdienst. Nach Auskunft der Kreisverwaltung sei im Jahr 2011 die angestrebte Hilfsfrist von 12 Minuten in 90 Prozent der Einsätze (Zeitspanne bis zum Eintreffen am Einsatzort) nur bei der Rettungswache Attendorn mit 93,2 Prozent erreicht worden.

Bei allen anderen Rettungswachen liege die Quote mit 80,5 bis 81,3 Prozent deutlich unter der Zielmarke. Die SPD fordert, dass schnellstens Maßnahmen ergriffen werden, um die geplante Hilfsfrist einzuhalten. Bereits bei der letzten Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans im Jahr 2007 sei diese Forderung aufgestellt und im November 2011 fortgeschrieben worden. Auch wenn die Vorgaben bezüglich Verlagerung bzw. Neubau der Rettungswachen, bis auf die Wache in Finnentrop, umgesetzt wurden, konnte die zu erreichende Hilfsfrist von 12 Minuten im Jahr 2011 im gesamten Kreisgebiet bei 6538 Einsätzen nur zu 83,37 Prozent erreicht werden. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt, dass seit dem 1. Mai in der Rettungswache Finnentrop ein zweiter Rettungswagen im Einsatz ist. „Es sind aber weitere Optimierungsmaßnahmen kreisweit dringend erforderlich“, fordert die SPD-Sprecherin und kündigt an, dass der Rettungsdienst erneut Thema in der nächsten Kreistagssitzung sein wird.

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