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TÜV-Tipp: Worauf man beim Einlagern von Sommerreifen achten sollte

Iserlohn – Von Oktober bis Ostern sollte man auf Sommerreifen verzichten, heißt es, doch warum eigentlich? „Sommerreifen haben eine andere Gummimischung als Winter- oder Ganzjahresreifen“, erklärt Mark Jünger, Leiter der TÜV-STATION Iserlohn. „Die Mischung hat ihre optimale Festigkeit zwischen circa 10 und 40 Grad Celsius.“ Unterhalb von 7 Grad verhärten sie zunehmend und verlieren dabei ihre Bodenhaftung, weshalb sie im Winter nicht genutzt werden sollten.

In dieser Winterpause sollten die Reifen richtig gelagert werden, um möglichst wenig zu leiden. „Viele Werkstätten und Reifenhändler bieten entsprechende Services an“, so Jünger, „doch wer ein bisschen Platz und Geschick hat, kann das auch selber machen.“ Grundsätzlich sollten Reifen regelmäßig auf Risse geprüft und gegebenenfalls direkt ersetzt werden. Auch das Alter sollte regelmäßig überprüft werden. „Auf jedem Reifen kann man eine Nummer mit dem Kürzel DOT finden – das ist das Herstellungsdatum, das nicht mehr als 10 Jahre zurückliegen sollte“, erklärt der TÜV-Experte. Ein weiteres sicherheitsrelevantes Kriterium ist die Profiltiefe. „Der Gesetzgeber verlangt mindestens 1,6 Millimeter, ich empfehle bei Sommerreifen 3 Millimeter.“

Foto: TÜV NORD
Foto: TÜV NORD

Wenn der Reifen gut in Schuss ist und eingelagert werden kann, sollte der Luftdruck sicherheitshalber um 0,5 bar erhöht werden. „Über die Winterzeit verliert ein Reifen Luft“, erklärt Jünger. „Durch diese Maßnahme kommt man zumindest bis zur nächsten Tankstelle und kann den Luftdruck wieder anpassen.“ Bei der Lagerung sollten Reifen mit Felgen übereinander liegend gestapelt, oder an speziellen Wandhaken aufgehängt werden, um keinen Schaden zu nehmen. Pneus ohne Felgen sollten senkrecht aufgestellt und alle paar Wochen um eine Viertelumdrehung gedreht werden. „Vor allem sollten sie trocken, kühl und dunkel gelagert werden“, rät Jünger.

Übrigens: Beim Abmontieren empfiehlt es sich, die Reifen mit Kreide zu markieren, um sie im Frühjahr wieder an richtiger Stelle einzusetzen. Die meisten Werkstätten nutzen hier Buchstabenkürzel wie „HL“ für hinten links oder „VR“ für vorne rechts.

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