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Krombacher spendet weitere 300.000 Euro für einzigartige Auen-Wildnis

Kreuztal – Es wird wieder wild im Auwald „Hohe Garbe“. Nachdem die Krombacher Brauerei das Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bereits im Jahr 2014 mit 200.000 Euro unterstützt hat, wurden nun weitere 300.000 Euro für Naturschutzmaßnahmen bereitgestellt, um wieder eine naturnahe Auen-Wildnis entstehen zu lassen.

Die Hohe Garbe an der Elbe ist ein wertvoller Auwald. Mit den typischen Auwald-Bäumen wie Eichen und Flatterulmen bietet das 200 Hektar große Gebiet einen Lebensraum für Fischotter, Eisvogel, Mittelspecht und Fledermäuse. Ein besonderer Erfolg ist der Nachweis der Mopsfledermaus, die zu den seltensten Fledermausarten gehört und im gesamten Bundesgebiet vom Aussterben bedroht ist. Ihr Vorkommen unterstreicht die besondere Bedeutung des Auwaldes für diese Artengruppe.

v.l.n.r. Wolfgang Schötz (Leiter Vertriebsmarketing der Krombacher Brauerei) übergibt den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 300.000 Euro an Olaf Bandt, Bundesgeschäftsführer des BUND - Quelle:  Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG
v.l.n.r. Wolfgang Schötz (Leiter Vertriebsmarketing der Krombacher Brauerei) übergibt den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 300.000 Euro an Olaf Bandt, Bundesgeschäftsführer des BUND – Quelle: Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG

Doch der Auwald ist akut gefährdet, denn ein alter Deich trennt schon seit vielen Jahrzehnten das Waldgebiet von der Elbe. So wird die Hohe Garbe nicht mehr regelmäßig überschwemmt, Wasser gelangt verzögert in den Auwald und fließt nur langsam wieder ab. Die typischen Auwaldarten werden nach und nach von Allerweltsarten verdrängt und einer der letzten wertvollen Auwaldbestände an der unteren Mittelelbe geht verloren.

Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und mit Unterstützung der Krombacher Brauerei wurden im Jahr 2014 zahlreiche Schritte zur Renaturierung des bedrohten Gebiets unternommen – und das mit Erfolg! Mittlerweile befinden sich weit über 50 Prozent der Flächen in der Hohen Garbe in der Hand des Naturschutzes. Dadurch sinken der Nutzungsdruck und somit auch störende Einflüsse, die bisher eine erfolgreiche Ansiedlung unter anderem von sensiblen Großvogelarten wie Seeadler und Schwarzstorch verhindert haben. Nun bleiben große Teile des Gebiets der natürlichen Waldentwicklung überlassen und können sich wieder zu einer naturnahen Flussaue entwickeln, die ein Refugium für viele seltene Tier- und Pflanzenarten darstellt und zugleich einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Hochwasserschutz leistet.

Doch es gibt noch einiges zu tun. „Um die Hohe Garbe weiter zu einer naturnahen, ungestörten Auenwildnis zu entwickeln und gleichzeitig viele Menschen an das Thema Auenschutz heranzuführen, ist die die Unterstützung von Krombacher sehr hilfreich“, so Olaf Bandt, Bundesgeschäftsführer des BUND, bei der symbolischen Scheckübergabe. Auch die Krombacher Brauerei ist sich der großen Bedeutung der Hohen Garbe für den Naturschutz bewusst. „Wie keine andere Brauerei setzt sich die Krombacher Brauerei bekanntermaßen aktiv für den Natur- und Umweltschutz ein. Jahr für Jahr gewinnen bei Aktionen nicht nur die Verbraucher, sondern es profitiert auch die Natur. So auch in diesem Jahr bei der Krombacher Kronkorkenaktion“, erzählt Wolfgang Schötz, Leiter Vertriebsmarketing der Krombacher Brauerei und verantwortlich für die Umsetzung der Natur- und Umweltschutzprojekte. „Bereits im vergangenen Jahr hat mich das Projekt des BUND nachdrücklich beeindruckt. Die Bedeutung der Auenwälder wird unterschätzt. Wir sind froh, hier einen Beitrag leisten zu können – für die vielen bedrohten Tierarten, aber auch zum Hochwasserschutz.“

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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